Intensivstation D11

Intensivstation, www.fotolia.de

Auf unserer Intensivstation D11 werden pro Jahr ca. 3.600 Patienten mit lebensbedrohlichen internistischen Erkrankungen versorgt.

Der Schwerpunkt liegt in der Behandlung kardiologischer Krankheitsbilder, vor allem von Patienten mit akutem Herzinfarkt, schwerer Herzinsuffizienz, malignen Herzrhythmusstörungen und dekompensierten Herzklappenvitien.

Im kardiogenen Schock erfolgt zur Verbesserung der Koronarperfusion und Reduktion der Nachlast die Anlage einer intraaortalen Ballonpumpe (IABP). Bei lebensbedrohlichen Bradykardien wird ein temporärer Schrittmacher gelegt. Nach Reanimation erfolgt entsprechend den ILCOR-Leitlinien eine Hypothermiebehandlung für 24 Stunden zur Neuroprotektion. Bei dekompensierter hochgradiger Aortenklappenstenose im Schock kann eine Ballondilatation als Bridging zum interventionellen oder konventionellen Herzklappenersatz durchgeführt werden. Hier besteht seit Jahren eine sehr gute Zusammenarbeit mit der Klinik für Herzchirurgie Karlsruhe unmittelbar gegenüber.

In Kooperation mit der Medizinischen Klinik können alle Nierenersatzverfahren durchgeführt werden.

Desweiteren erfolgen systemische Lysetherapien bei akuter fulminanter Lungenembolie, sowie in Zusammenarbeit mit unserem Gefäßzentrum lokale intraarterielle Lysen bei Gefäßverschlüssen.

Schwere Infektionen mit septischem Verlauf, insbesondere bei neutropenischen Patienten werden hier mit unseren onkologischen Kollegen gemeinsam behandelt, außerdem lebensbedrohliche Intoxikationen. 

Zusätzlich ist unsere Intensivstation für die Notfallversorgung der kardiologischen und onkologischen Klinik im Gebäudekomplex D zuständig.

Aufbau und Ausstattung der D11

Zentrale der Station D11

Unsere Intensivstation D11 verfügt über 12 Plätze, die hufeisenförmig um den Stationsstützpunkt angeordnet sind, was den unmittelbaren Kontakt zum Patienten durch das pflegerische und ärztliche Personal gewährleistet.

Neben einem kardiologischen Oberarzt und Intensivmediziner sind hier 5 Ärzte sowie ein Team von Schwestern und Pflegern im Drei-Schichtdienst für die Behandlung akut kranker Patienten zuständig.

Im Stationsstützpunkt laufen die Daten von jedem der Patientenmonitore zusammen und werden zentral überwacht. Alle Patientendaten werden über das bewährte Patienten-Daten-Managementsystem "COPRA" (elektronische Patientenakte) online erfasst und stehen damit dem pflegerischen und ärztlichen Team jederzeit zur Verfügung (Laborwerte, Beatmungsparameter, bildgebende Diagnostik etc.).

Die Station verfügt über 6 Beatmungsplätze mit allen Möglichkeiten der invasiven und nichtinvasiven Beatmung. Punktionstracheotomien zur Erleichterung des Weanings werden regelmäßig durchgeführt, ebenso Bronchoskopien. Das hämodynamische Monitoring zur differenzierten Katecholamin- und Volumensteuerung erfolgt mittels PiCCO-Katheter oder Thermodilutionskatheter.