Informationen für Patienten

In unserer Klinik werden alle etablierten diagnostischen und therapeutischen nuklearmedizinischen Verfahren angeboten [s. auch Leistungsschwerpunkte].

Allen Methoden ist gemein, dass mit sehr geringen Substanzmengen sogenannter Radiopharmaka gearbeitet wird. Die Stoffe sind entweder identisch mit natürlicherweise im Organismus vorkommenden Substanzen oder ihnen zumindest sehr ähnlich. Aus diesem Grund kommen toxische Wirkungen der in Diagnostik und Therapie eingesetzten Pharmaka praktisch nicht vor.

Die Markierung mit radioaktiven Teilchen (Nukliden) führt dazu, dass für diagnostische Zwecke die Verteilung der Stoffe im Körper mit der Gammakamera oder einem Positronenemissionstomographen (PET) sichtbar gemacht werden kann, oder bei therapeutischer Anwendung eine Strahlendosis im gewünschten Gewebe erzielt wird.

Diagnostik

PET-Scan

Allgemeines zur Vorbereitung und zum Ablauf von Untersuchungen

Da die nuklearmedizinische Bildgebung einen Einblick in physiologische Prozesse im Körper vermitteln soll, muss bei verschiedenen Untersuchungen eine gezielte Vorbereitung erfolgen. Auch die Dauer der jeweiligen Untersuchung und Wartezeiten zwischen der Gabe eines Radiopharmakons und der Anfertigung der Bilder hängt von Funktionen der Körpergewebe ab und kann sehr unterschiedlich sein.

Ist bei Ihnen beispielsweise eine Tumordiagnostik mit radioaktiv markiertem Zucker am PET geplant, müssen Sie nüchtern erscheinen. Falls Sie Diabetiker sind, sollte zudem der Blutzuckerspiegel bereits in den Tagen vor der Untersuchung möglichst gut eingestellt sein.

Details über häufig durchgeführte Untersuchungen finden Sie auf unserem allgemeinen Informationsblatt.  Die Strahlenexposition des Körpers ist bei nuklearmedizinischen Untersuchungen durch den kompetenten, verantwortungsvollen Umgang mit den radioaktiven Stoffen und unter Berücksichtigung der erforderlichen speziellen Strahlenschutzmaßnahmen gering und in der Regel niedriger als beispielsweise bei den in der Röntgendiagnostik angewandten Schnittbildverfahren.

Über die folgenden speziellen Untersuchungsverfahren können Sie sich anhand unseres Patienteninformationsblattes mit Einverständniserklärung informieren:

Wie wird eine nuklearmedizinische Untersuchung geplant und was ist mitzubringen?

Grundsätzlich sind mitzubringen: 

  • Krankenversicherungsausweis
  • Gesetzlich versicherte, ambulante  Patienten benötigen einen Überweisungsschein (Anmeldung im Medizinischen Versorgungszentrum [s. Auskunft/Anmeldung]).
  • Nach Möglichkeit ein Bericht des behandelndes Arztes oder ein schriftlicher Befund über Voruntersuchungen
  • Falls vorhanden CT- und MRT-Aufnahmen, Röntgenbilder, Szintigramme. Vorzugsweise auf CD sonst auf Film/Papier.

Nuklearmedizinische Therapie

Unser Team verfügt über eine sehr breite und langjährige Erfahrung bei der Therapie gut- und bösartiger Erkrankungen mit offenen radioaktiven Stoffen. In Deutschland schreibt der Gesetzgeber vor, dass einige dieser Therapien aus Gründen des Strahlenschutzes stationär auf einer nuklearmedizinischen Therapiestation durchzuführen sind. Hierzu gehören die Radioiodtherapie bei Schilddrüsenerkrankungen, die SIRT und die Radiopeptidtherapie.

Nuklearmedizinische Therapiestation

Die Zimmer unserer nuklearmedizinischen Therapiestation liegen im Erdgeschoss und sind mit einem kleinen Balkon ausgestattet.

Die Zimmer unterscheiden sich für Patienten nicht erkennbar von den üblichen Patientenzimmern in der Klinik, dennoch wird durch spezielle Maßnahmen den besonderen Auflagen der Strahlenschutzverordnung Rechnung getragen. Die drei Zweibettzimmer verfügen über eine Waschecke; Dusche und WC im Flur. Ein (Wahlleistungs-)Einbettzimmer ist mit einer Dusche ausgestattet, separates WC im Flur.

Besucher sind auf der Therapiestation nicht zugelassen. Es können jedoch Dinge gebracht oder abgeholt werden.

Fernsehen ist gebührenfrei möglich, ein Telefonanschluss erfolgt gegen Entgelt. Bekleidung und Gebrauchsgegenstände können bedenkenlos mitgenommen werden und bedürfen nach der Entlassung keiner besonderen Behandlung.