Häufig gestellte Fragen rund um die Narkose

Narkose - was kommt da auf mich zu?

Wenn Sie ins Städtische Klinikum kommen um einen operativen Eingriff durchführen zu lassen, werden Sie mit uns, den Ärzten der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin, Kontakt aufnehmen.

Anästhesie - was ist das eigentlich?

Das Aufgabengebiet des Anästhesisten umfasst die Durchführung und Überwachung von Narkosen (deshalb wird er der Einfachheit halber oft "Narkosearzt" genannt), aber auch die Intensiv- und Notfallmedizin, sowie die Behandlung chronischer Schmerzen.

Wie komme ich zum Anästhesisten?

Nachdem mit einem Operateur (z.B. Chirurg, HNO-Arzt oder Urologe) der Eingriff geplant wurde, nehmen Sie Kontakt mit uns in Form eines Aufklärungsgesprächs in der Narkosesprechstunde (Gebäude C, Anästhesieambulanz) auf. Hierbei sollen Fragen, die in Zusammenhang mit der Narkose stehen geklärt werden.

Dabei interessiert sich der Arzt vor allem für Krankheiten, die bereits vor dem jetzigen Krankenhausaufenthalt bestanden haben. Natürlich sollen bei dem Gespräch auch Fragen, wie beispielsweise die für den Eingriff sinnvollste Narkoseart und den weiteren Ablauf geklärt werden.

Wie geht's nach diesem Gespräch weiter?

Stationäre Patienten:
In der Regel werden in den folgenden Stunden die vom Anästhesisten gewünschten Untersuchungen durchgeführt und am gleichen Abend noch vom Narkosearzt auf Station gesehen.

Vorstationäre Patienten:
Hier ist ein operativer Eingriff erst in ein paar Wochen oder Monaten geplant. Unter Berücksichtigung der Vorerkrankungen planen wir die erforderlichen Untersuchungen. Außerdem kann eine mögliche Eigenblutspende geplant werden.

Ambulante Patienten:
Auch hier wird der Eingriff erst in ein paar Tagen oder Wochen durchgeführt. So können evtl. noch erforderliche Untersuchungen kurz vor der Operation beim Hausarzt gemacht werden und die Untersuchungsergebnisse mit ins Klinikum gebracht werden.

Wer schaut nach mir, wenn ich in Narkose liege?

Jede Narkoseform wird von Anfang bis Ende von einem Anästhesisten betreut. D.h. beispielsweise in Vollnarkose kommt zur aufwendigen technischen Überwachung für Puls, Blutdruck, Atmung usw. ein Arzt, der während des Verlaufs der ganzen Operation anwesend ist und ausschließlich für die Obhut des "Schlafenden" verantwortlich ist.

Frau/Herr Doktor, machen Sie morgen meine Narkose?

Leider müssen wir häufig sagen: Nein. Damit aber die Informationen unseres Gesprächs erhalten bleiben, werden alle relevanten Punkte und Befunde für den Kollegen, der die Narkose durchführt, auf dem Narkoseprotokoll eingetragen.

Können meine Angehörigen für mich Blut spenden oder kann ich eine Eigenblutspende machen?

Gleich vorweg: Angehörige können nicht durch Blutspenden einem Verunfallten oder Erkrankten direkt helfen. Aus gesetzlichen Gründen müssen alle Blutspenden der gleichen Prüfung und Quarantänelagerung unterworfen werden.

Eigenblutspenden ist bei bestimmten Eingriffen, bei denen mit Blutverlusten gerechnet werden muss, möglich und sinnvoll. Voraussetzung dafür ist eine ausreichend hohe Anzahl von roten Blutkörperchen, sowie von Konstitution und Alter her keine Einschränkung.

Wie läuft der Operationstag ab?

Am Abend vor dem Eingriff bekommen Sie in der Regel ein Medikament, mit dem Sie die Nacht gut durchschlafen können. Ab 23 Uhr dürfen Sie nichts mehr essen und trinken.

Am Operationstag bekommen Sie vor der Fahrt in den OP ein Medikament, das ruhig und entspannt macht.

Nach dem Eingriff werden Sie im Aufwachraum so lange überwacht bis der Anästhesist eine Verlegung zurück in Ihr Zimmer für vertretbar hält.

Ich habe Angst vor den Schmerzen nach der Operation.

Wir werden Sorge dafür tragen, dass Sie nach der Operation keine Schmerzen haben müssen. Zum einen werden wir mit Ihnen schon vor der Operation Möglichkeiten der Schmerzausschaltung besprechen (z.B. Periduralkatheter, patientengesteuerte Schmerzpumpe (PCA).

Andererseits müssen Sie sich bereits im Aufwachraum bei Schmerzen melden. Gerade am Operationstag selbst ist für eine baldige Genesung wichtig, dass Sie Schmerzmittel bis zur Schmerzfreiheit erhalten.

Nach meinen bisherigen Operationen hatte ich schlimmes Erbrechen.

Gerade in den letzten Jahren hat sich in diesem Bereich dank neuer Narkosemedikamente viel getan. Wir können zwar nicht garantieren, dass nach der Operation keine Übelkeit auftritt, jedoch ist dieses Problem heutzutage ein viel kleineres geworden. Sie sollten dieses Problem jedoch – wenn es bei Ihnen zutrifft – beim Aufklärungsgespräch ansprechen.