Gemeinsam ein Stück Zukunft bauen und Perspektiven schaffen

Das Projekt Bauen im Klinikum

Seit der Inbetriebnahme der neuen Städtischen Krankenanstalten in der Moltkestraße im Jahre 1907 ist das Städtische Klinikum in die Jahre gekommen. Knapp die Hälfte des Gebäudebestandes – ein
wohlproportioniertes denkmalgeschütztes und erhaltenswertes Ensemble - stammt aus dieser Zeit.

Gegenüber dem Gründungsjahr sind die Zahl der Betten, die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die stationären Behandlungszahlen um ein Vielfaches gewachsen, die vorhandene Infrastruktur ist daher nicht mehr zeitgemäß.

Um dauerhaft leistungsfähig und wettbewerbsfähig zu bleiben, benötigt das Städtische Klinikum

  • die geeignete Infrastruktur für hochtechnisierte Bereiche (z.B. Laboratorien),
  • die funktionale Infrastruktur für die Notfallmedizin, die interventionelle Medizin und Intensivmedizin (Notaufnahmen, Intensivstationen, OP-Bereiche) und
  • ein angemessenes Umfeld für die Patientenunterbringung.

Aus diesen Gründen wird das Klinikum in den nächsten Jahren etwa ein Fünftel seiner Nutzflächen neu bauen und damit funktional und äußerlich ein Stück Zukunft bauen.

Wir laden Sie ein, das Klinikum mit Neugier, persönlichen Kommentaren oder Ihrer Unterstützung auf diesem Weg zu begleiten.

Die Geschäftsführung des Städtischen Klinikums Karlsruhe

Unsere aktuelle Baustelle via Webcam (Haus I)

Baustelle 23:00 28.04.2017

Bauen im Klinikum - chronologischer Überblick

Bau-Blog Bauen im Klinikum Karlsruhe

Ab Juli 2015 informieren wir regelmäßig über unsere Baumaßnahmen in unserem Blog.
[zum Blog: Bauen im Klinikum Karlsruhe]

7.11.14: Es geht los – die Neubaumaßnahmen nehmen konkrete Formen an

Das Städtische Klinikum Karlsruhe setzt mit einem Baggerbiss den Startschuss für die Großbauprojekte der kommenden Jahre

Es tut sich etwas am Städtischen Klinikum in Sachen Neubau. An verschiedenen Orten auf dem Klinikareal wurden bereits vorbereitende Arbeiten in Angriff genommen. Mit dem symbolischen Baggerbiss im Bereich von Haus O durch den Aufsichtsratsvorsitzenden, Bürger-meister Klaus Stapf, wurde am 7. November der Startschuss für die Großbauprojekte der kommenden Jahre gesetzt. 

Nach der langen Planungsphase zeigte sich Bürgermeister Klaus Stapf, der den Baggerbiss selbst vornahm, sichtlich erfreut, dass die Neubaumaßnahmen nun Stück für Stück konkrete Formen annehmen: „Die Neubauten sind eines der wichtigsten Projekte der Stadt. Sie sind wichtig, um wettbewerbsfähig zu bleiben und den Menschen in Karlsruhe und in der Region eine adäquate und moderne Gesundheitsversorgung bieten zu können“, so Stapf. So sieht es auch der Gemeinderat der Stadt Karlsruhe, der 2011 und erneut 2013 der Zielplanung zum Umbau und Neubau zugestimmt hat. 

„Mit dem Baggerbiss nehmen wir Fahrt auf für die Großprojekte der nächsten Jahre“, unterstrich Geschäftsführer Markus Heming die Bedeutung des symbolischen Ereignisses. Seinen Angaben zufolge zählen hierzu die Küche, die Energiezentrale und das Institutsgebäude sowie erste vorbereitende Maßnahmen für das neue Bettenhaus. 

„Der Abriss von Haus O, eingeleitet durch den Baggerbiss, bildet den Auftakt für die Baufeld-freimachung zur Errichtung der Gebäude I1 und F2“, erklärte der Leiter des Neubauprojekts Markus Riester die geplanten Maßnahmen. Im Gebäude I1 sollen künftig die Apotheke und die Abteilung für Mikrobiologie und Krankenhaushygiene untergebracht werden. Das Gebäude F2 ist für den neuen Küchenkomplex vorgesehen. 

Die Abrissarbeiten von Haus O wurden mit drei bis vier Wochen veranschlagt. Neben der Baufeldfreimachung sind nach Angaben des Bauingenieurs umfangreiche Maßnahmen zur Verlagerung des gegenwärtigen Wirtschaftshofes erforderlich. „Davon betroffen sind die Flä-chen für die Entsorgungs- und Wertstoffcontainer, die Werkstätten für Elektroarbeiten, die Schreinerei, die Ladestation für die Elektroschlepper sowie Hof- und Lagerflächen“, führte Riester anhand der Baupläne aus. Seinen Schätzungen zufolge soll die Baufeldfreimachung bis Ende Februar abgeschlossen sein, so dass die Erdarbeiten für die Gebäude I1 und F2 ab März erfolgen können. Nach seinen Angaben seien für I1 – bei einer Nutzfläche von 3801 m2 mit fünf Geschossen – Kosten in Höhe von rund 46,5 Millionen Euro veranschlagt und für F2 – bei einer Nutzfläche von 1390 m2 mit zwei Geschossen – von 20,4 Millionen.

Alle Maßnahmen erfolgen in Zusammenarbeit mit der wörner traxler richter planungsgesell-schaftmbh und werden betreut durch die Architekten Gunther Spohn und Marta Radosevic.

Besonders die späteren Nutzer in diesen Neubauten freuten sich über den Auftakt der Baumaßnahmen. „In unseren bisherigen Räumen ist es zwischenzeitlich recht eng geworden. Unser aktuelles Gebäude und dessen technische Ausstattung sind erneuerungsbedürftig. Wir freuen uns, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im neuen Gebäude zeitgemäße Arbeitsbedingungen vorfinden werden“, sagte Eberhard Kniehl, der ärztliche Leiter der Abteilung für Mikrobiologie und Krankenhaushygiene. 

Ähnlich sieht es auch Martin Schmidt, der Direktor der Krankenhausapotheke, die seit 1977 im Haus D untergebracht ist und zwischenzeitlich aufgrund geänderter Rahmenbedingungen aus allen Nähten platzt. Mit Blick auf den Umzug in den Neubau soll die Herstellung von Arzneimitteln einen großen Raum einnehmen. Insbesondere sei eine Ausweitung bei der Herstellung patientenindividueller Zubereitungen vorgesehen. Neben größeren Arbeits- und Lagerflächen sieht der Apotheker auch große Chancen bei der Ausweitung von pharmazeuti-schen Dienstleistungen im Bereich der Qualitätssicherung, die vor allem den Behandlungs-teams sowie den Patientinnen und Patienten zu Gute kommen sollen.

Auch Rüdiger Schreiner, Leiter des gastronomischen Services, freut sich mit seinem Team über die geplanten Neubaumaßnahmen. Laut Schreiner wird die künftige Produktions- und Spülküche auf dem neuesten Stand der Technik sein. „Dank der hohen Standards sind wir dann fit für die Zukunft“, betonte er. Beispielsweise seien während der Planungsphase die zukünftigen Arbeitsprozesse, Produktionsschritte und die Logistik gezielt analysiert und durchdacht worden. „Auf dieser Basis konnten wir mit Blick auf die konkreten Anforderungen optimal planen“, so Schreiner weiter. Er und sein Team können es kaum erwarten, die Patientinnen und Patienten und Beschäftigten aus den neuen Produktionsstätten mit Speisen zu versorgen.

August 2012: Was zunächst wie eine pure Zukunftsvision klang nimmt langsam Formen an.

Es ist noch gar nicht so lange her ist, als das Klinikum unter dem Motto „Gemeinsam ein Stück Zukunft bauen und Perspektiven schaffen“ die Medienvertreter erstmals zu einer Pressekonferenz rund um das Neubauprojekt eingeladen hatte. Vor fast genau 12 Monaten hat die Geschäftsführung erstmals die Öffentlichkeit darüber informiert, in den nächsten Jahren etwa ein Fünftel seiner Nutzflächen neu bauen und damit funktional und äußerlich ein Stück Zukunft bauen zu wollen. Fast zeitgleich fiel der Startschuss für das VOF-Verfahren um die Architekten und schon im August 2011 begann die Bewerbungsfrist für den Architektenwettbewerb.

Zwischenzeitlich hat sich eine Menge getan, auch wenn es sich hierbei zunächst um „virtuelle“ Grundsteine handelt, die nach außen nicht oder nur bedingt sichtbar sind.

Folgende Meilensteine sind bereits gelegt:

„Geldsegen greifbar“: Am 11. Oktober 2011 erhielt die Geschäftsführung des Klinikums die positive Botschaft aus dem Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg für die erste Planungsrate in Höhe von 5 Millionen Euro aus dem Krankenhausbauprogramm des Landes zur Umsetzung des umfangreichen Neubauprojekts.

Im Januar 2012 endete die Abgabefrist für die Wettbewerbsbeiträge der Architekten sowie die Vorprüfung der Beiträge und schon Anfang März 2012 ist nach einer mehrstündigen Preisgerichtssitzung am 2. März 2012 der Planungswettbewerb für das Neubauprojekt entschieden. Mit drei Preisträgern und vier Ankäufen endete der Realisierungswettbewerb.

Die teilnehmenden Büros mussten bei der Bearbeitung eine Vielzahl an Anforderungen und Randbedingungen berücksichtigen. Die zugrundeliegende annähernd 100-seitige Auslobung definiert unter anderem Vorgaben zum architektonischen Konzept, zur städtebaulichen Einbindung und der Funktionalität. Dabei konnte sich das Büro „gmp Architekten von Gerkan und Marg und Partner“ aus Aachen mit seiner Planung gegenüber den anderen 14 Mitbewerbern durchsetzen. Der zweite Preis wurde an das Architekturbüro Woerner und Partner in Frankfurt vergeben und der dritte Preis ging an die Bewerbergruppe Hascher und Jehle Planungsgesellschaft, Berlin/Monnerjahn Karl Walter Architekten, Berlin. Für die drei ersten Plätze wurden Preisgelder in Höhe von insgesamt 240.000 Euro ausgelobt.

Als nächster Schritt stand dann das Verhandlungsverfahren mit den Architekten zur Beauftragung eines Büros an, was im April 2012 mit einer Abschlusspräsentation der Preisträger im Bauausschuss, der aus Mitgliedern des Aufsichtsrates besteht, sein Ende fand. Nach Abschluss des Verfahrens hat der Bauausschuss unter Abwägung aller entscheidungsrelevanten Faktoren (wie z. B. Weiterentwicklung Wettbewerbsbeitrag, Kosten- und Qualitätsmanagement, Terminmanagement, Honorare etc.) dann entschieden,  dem Architekturbüro Woerner und Partner aus Frankfurt a. M. den Auftrag für die Realisierung des Neubauprojektes zu erteilen. Damit ist das europaweite Verfahren, welches sich an den Planungswettbewerb für das Bauvorhaben „Klinikum 2015“ angeschlossen hatte, zum Abschluss gekommen.

Parallel zu diesen Aktivitäten erhielt die Geschäftsführung des Klinikums am 18. April die erfreuliche Nachricht aus dem Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg, dass die Neubaumassnahme Institutszentrum in das Jahreskrankenhausbauprogramm 2012 aufgenommen wurde. Die Entscheidung über eine mögliche Förderung des geplanten Küchenneubaus ist noch offen, ebenso die Entscheidung über die Förderung des Betten- und Funktionsgebäudes.

Neben weiteren europaweiten Verfahren zur Fachauswahl der Fachplaner stehen nun auf Grundlage der Entwürfe weiterführende Planungsgespräche mit den vom Neubau betroffenen Fachabteilungen an sowie weitere Abstimmungen auf Basis der Ergebnisse des Planungswettbewerbes zwischen dem Sozialministerium und dem Klinikum Karlsruhe im Hinblick auf die Förderung des Neubauprojekts. Die kick-off-Veranstaltung mit dem Architekturbüro Woerner und Partner fand bereits am 5. Juli statt und bildet damit das Fundament für weitere Planungsleistungen und interne Nutzerabstimmungen.

Für die nächsten Monate stehen die Auftragserteilung der beteiligten Fachplaner Tragwerksplanung und technische Gebäudeausrüstung an, sowie der Abschluss der Überarbeitung der Förderanträge für den Neubau des Institutszentrum (Haus I) und Küche (Haus F 2 ). Bis zum Jahresende soll auf dieser Grundlage dann eine Abstimmung mit dem Ministerium bezüglich der Förderung des Institutszentrums erfolgen, so dass die Bauanträge für die Häuser I und F 2 bereits im 1. Quartal 2013 gestellt werden könnten. Der Bau des Institutszentrums könnte dann möglicherweise schon Mitte des Jahres 2013 beginnen…

Gesamtübersicht des Klinikums mit den Neubauten Betten- und Funktionsgebäude, Institutszentrum und Küche (aus Planung Woerner und Partner)
Ansicht von der neuen Mitte zum Haupteingang Betten- und Funktionsgebäude

Projekt "Klinikum 2015" schreitet weiter voran

25. Juni 2012: Architekturbüro Woerner und Partner aus Frankfurt a. M. erhält Auftrag für Realisierung des Neubauprojektes

Der Bauausschuss des Städtischen Klinikums, bestehend aus Mitgliedern des Aufsichtsrates, hat nach Abschluss eines komplexen Verhandlungsverfahrens den Auftrag für die Realisierung des Neubauprojektes an das Architekturbüro Woerner und Partner aus Frankfurt a. M. vergeben. Damit ist das europaweite Verfahren, welches sich an den Planungswettbewerb für das Bauvorhaben „Klinikum 2015“ angeschlossen hatte, zum Abschluss gekommen.

Mit der Erteilung des ersten Auftrages an das Architekturbüro Woerner und Partner konnte ein weiterer Meilenstein zur Realisierung des Neubauprojektes „Klinikums 2015“ gelegt werden.

Woerner und Partner ist eines der führenden Architekturbüros im Bereich des Gesundheits-, Universitäts- und Sozialbaus. Zu ihren Auftraggebern zählen öffentliche und private Krankenhausträger, Länder und Kommunen, Universitäten und Forschungsinstitute, aber auch private Bauherren in Deutschland und im europäischen Ausland.

Die Architekten verfügen über umfassende Erfahrungen im Bereich des Krankenhausbaus. Zu Ihren Projekten gehörten unter anderem die bauliche und organisatorische Zusammenführung der drei Institute Pathologie, Anatomie und Neuropathologie in einem interdisziplinären „PANZentrum“
am Universitätsklinikum Münster, Erweiterungs- und Neubauten am
Universitätsklinikum Leipzig, der Bau des Medizinischen Zentrums am Universitätsklinikum Essen oder der Neubau des Klinikums Offenbach. Zudem sind Woerner und Partner im Rahmen eines Projektes in Frankfurt Höchst beauftragt, die erste Passivhaus-Klinik in Europa zu bauen.

„Mit Woerner und Partner haben wir einen Projektpartner ausgewählt, der mit seinen Erfahrungen, Kompetenzen und Referenzen Gewähr dafür bietet, die geplanten Neubauten architektonisch attraktiv, energetisch-ökologisch innovativ und wirtschaftlich zu realisieren“, kommentiert Bürgermeister Klaus Stapf die Entscheidung.

„Auf diese Weise können für das Städtische Klinikum die Voraussetzung geschaffen werden, künftig in noch stärkerem Maße hervorragende Medizin in den heutigen Ansprüchen angemessenen Gebäuden anzubieten. Dies ist auch notwendig, um unser Klinikum als kommunales Krankenhaus der Maximalversorgung zukunftsfähig aufzustellen“, so Stapf weiter.

In den kommenden Wochen wird nach einem Auftaktworkshop mit den Architekten Anfang Juli vor allem die Detailplanung der Gebäude (Bettenhaus, Institutszentrum und Küche) zusammen mit den Nutzervertretern im Mittelpunkt der Bemühungen stehen. Parallel laufen die Auftragsvergaben für die beteiligten Fachplaner wie z.B. Tragwerksplaner, Technische Gebäudeausstattung für Elektro, Klima-Lüftung, Sanitär, Heizung und sonstige Gewerke, die inden integralen Planungsprozess eingebunden werden.

Planungswettbewerb für das Neubauprojekt ist entschieden

5. März 2012: Der Planungswettbewerb für das Neubauprojekt „Klinikum 2015“ ist entschieden.

Das Büro „gmp Architekten von Gerkan und Marg und Partner“ aus Aachen konnte sich am zurückliegenden Freitag mit seiner Planung gegenüber den anderen 14 Mitbewerbern durchsetzen. Ein Preisgericht bestehend aus namhaften Architektinnen und Architekten, Aufsichtsräten und leitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Städtischen Klinikums Karlsruhe und der Stadt Karlsruhe sowie externen Experten unter dem Vorsitz der Architektin Prof. Dörte Gatermann, Köln, begründete seine Entscheidung damit, dass sich dieser Entwurf in ganz besonderer Weise in die bestehende Gebäudestruktur des Klinikumskampus einfügt und gleichzeitig die funktionellen Anforderungen erfüllt.
Der zweite Preis wurde an das Architekturbüro Woerner und Partner in Franfurt vergeben. Der dritte Preis ging an die Bewerbergruppe Hascher und Jehle Planungsgesellschaft, Berlin/Monnerjahn Karl Walter Architekten, Berlin. Für die drei ersten Plätze wurden Preisgelder in Höhe von insgesamt 240.000 Euro ausgelobt. Anerkennungen wurden an die Gruppe pbr Rohling, Osnabrück/HSP Hoppe und Sommer, Stuttgart, an das Büro TMK Architekten, Düsseldorf sowie an die Gruppe Vögele Architekten, Stuttgart/Niederberghaus & Partner, Stuttgart ausgesprochen. 

Nachdem das Klinikum im Juli 2011 erstmals in der Öffentlichkeit über das Bauvorhaben „Klinikum 2015“ berichtet hat, war die Durchführung des Architektenwettbewerbes ein erster großer Schritt im Hinblick auf die Realisierung des Neubauvorhabens. Mit dem Planungswettbewerb wird das Ziel verfolgt, den gestalterisch und funktional besten Entwurf zur Umsetzung der „Zielplanung 2015“ zu finden.  

Die teilnehmenden Büros mussten bei der Bearbeitung eine Vielzahl an Anforderungen und Randbedingungen berücksichtigen. Die zugrundeliegende annähernd 100-seitige Auslobung definiert unter anderem Vorgaben zum architektonischen Konzept, zur städtebaulichen Einbindung und der Funktionalität. 
Gefragt war eine neue bauliche Identität des Klinikums. Besonders die bestehende bauliche Zersiedelung und Fragmentierung des gesamten Klinikareals sollte durch eine bessere Strukturierung neu geordnet werden. Auch Aspekte wie die Senkung des CO2-Ausstoßes, des Energieverbrauches und der Gebäudenutzungskosten galt es bei der Planung zu beachten. 
Ausdrücklich gewünscht waren auch Vorschläge zur natürlichen Belichtung und Belüftung in möglichst vielen Nutzungsbereichen. Ferner sollte die räumliche Gestaltung in den Stations- und Funktionsbereichen eine flexible Nutzung ermöglichen. Über allem stand das übergeordnete Ziel, das Klinikum „fit“ für die Zukunft zu machen und seine Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.  

„Die besondere Aufgabe bestand darin, auf genau vorgegebenem Raum innerhalb des Klinikumskampus relativ viel neue Nutzfläche unterzubringen und das in einer Weise, die mit der durchaus heterogenen bestehenden Gebäudestruktur harmoniert. Die neuen Gebäude müssen sich gleichermaßen mit dem denkmalgeschützten Ensemble vertragen wie zum Beispiel mit der Inneren Medizin aus den 70-er Jahren und der Kinder- und Frauenklinik aus den 90-er Jahren“ kommentierte Bürgermeister Klaus Stapf die Entscheidung. „Zudem erfüllt der Siegerentwurf unsere Erwartungen bezüglich der klinischen Funktionalität voll umfänglich“, so der Geschäftsführer Prof. Martin Hansis. 

Verantwortlich für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des Architektenwettbewerbes ist THOST Projektmanagement, Pforzheim in enger Absprache mit der Geschäftsführung und dem Geschäftsbereich 6 für Planung, Bau und Technik des Städtischen Klinikums Karlsruhe.  

Als nächste Schritte stehen das Verhandlungsverfahren mit den Architekten zur Beauftragung eines Büros sowie weitere europaweite Verfahren zur Fachauswahl der Fachplaner an. Ferner sind anhand der Entwürfe weiterführende Planungsgespräche mit den vom Neubau betroffenen Fachabteilungen geplant. Zur Förderung des Neubauprojekts sind auf Basis der Ergebnisse des Planungswettbewerbes auch weitere Abstimmungen zwischen dem Sozialministerium und dem Klinikum Karlsruhe vorgesehen.  

Siegermodell in Bildern

Skizze Klinikum 2015 Aussenansicht
Skizze Klinikum 2015 aus der Vogelperspektive
Siegermodell Klinikum 2015

Das Neubauprojekt wird der Öffentlichkeit vorgestellt

27.7.2011: Das Projekt wird bei einer Pressekonferenz vorgestellt.