Gemeinsam ein Stück Zukunft bauen und Perspektiven schaffen
Das Projekt Klinikum 2015
Seit der Inbetriebnahme der neuen Städtischen Krankenanstalten in der Moltkestraße im Jahre 1907 ist das Städtische Klinikum in die Jahre gekommen. Knapp die Hälfte des Gebäudebestandes – ein
wohlproportioniertes denkmalgeschütztes und erhaltenswertes Ensemble - stammt aus dieser Zeit.
Gegenüber dem Gründungsjahr sind die Zahl der Betten, die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die stationären Behandlungszahlen um ein Vielfaches gewachsen, die vorhandene Infrastruktur ist daher nicht mehr zeitgemäß.
Um dauerhaft leistungsfähig und wettbewerbsfähig zu bleiben, benötigt das Städtische Klinikum
- die geeignete Infrastruktur für hochtechnisierte Bereiche (z.B. Laboratorien),
- die funktionale Infrastruktur für die Notfallmedizin, die interventionelle Medizin und Intensivmedizin (Notaufnahmen, Intensivstationen, OP-Bereiche) und
- ein angemessenes Umfeld für die Patientenunterbringung.
Aus diesen Gründen wird das Klinikum in den nächsten Jahren etwa ein Fünftel seiner Nutzflächen neu bauen und damit funktional und äußerlich ein Stück Zukunft bauen.
Wir laden Sie ein, das Klinikum mit Neugier, persönlichen Kommentaren oder Ihrer Unterstützung auf diesem Weg zu begleiten.
Die Geschäftsführung des Städtischen Klinikums Karlsruhe
Prof. Dr. Martin Hansis, Dipl.-Kaufmann Ulrich Meier
Planungswettbewerb für das Neubauprojekt ist entschieden
5. März 2012: Der Planungswettbewerb für das Neubauprojekt „Klinikum 2015“ ist entschieden.
Das Büro „gmp Architekten von Gerkan und Marg und Partner“ aus Aachen konnte sich am zurückliegenden Freitag mit seiner Planung gegenüber den anderen 14 Mitbewerbern durchsetzen. Ein Preisgericht bestehend aus namhaften Architektinnen und Architekten, Aufsichtsräten und leitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Städtischen Klinikums Karlsruhe und der Stadt Karlsruhe sowie externen Experten unter dem Vorsitz der Architektin Prof. Dörte Gatermann, Köln, begründete seine Entscheidung damit, dass sich dieser Entwurf in ganz besonderer Weise in die bestehende Gebäudestruktur des Klinikumskampus einfügt und gleichzeitig die funktionellen Anforderungen erfüllt.
Der zweite Preis wurde an das Architekturbüro Woerner und Partner in Franfurt vergeben. Der dritte Preis ging an die Bewerbergruppe Hascher und Jehle Planungsgesellschaft, Berlin/Monnerjahn Karl Walter Architekten, Berlin. Für die drei ersten Plätze wurden Preisgelder in Höhe von insgesamt 240.000 Euro ausgelobt. Anerkennungen wurden an die Gruppe pbr Rohling, Osnabrück/HSP Hoppe und Sommer, Stuttgart, an das Büro TMK Architekten, Düsseldorf sowie an die Gruppe Vögele Architekten, Stuttgart/Niederberghaus & Partner, Stuttgart ausgesprochen.
Nachdem das Klinikum im Juli 2011 erstmals in der Öffentlichkeit über das Bauvorhaben „Klinikum 2015“ berichtet hat, war die Durchführung des Architektenwettbewerbes ein erster großer Schritt im Hinblick auf die Realisierung des Neubauvorhabens. Mit dem Planungswettbewerb wird das Ziel verfolgt, den gestalterisch und funktional besten Entwurf zur Umsetzung der „Zielplanung 2015“ zu finden.
Die teilnehmenden Büros mussten bei der Bearbeitung eine Vielzahl an Anforderungen und Randbedingungen berücksichtigen. Die zugrundeliegende annähernd 100-seitige Auslobung definiert unter anderem Vorgaben zum architektonischen Konzept, zur städtebaulichen Einbindung und der Funktionalität.
Gefragt war eine neue bauliche Identität des Klinikums. Besonders die bestehende bauliche Zersiedelung und Fragmentierung des gesamten Klinikareals sollte durch eine bessere Strukturierung neu geordnet werden. Auch Aspekte wie die Senkung des CO2-Ausstoßes, des Energie-verbrauches und der Gebäudenutzungskosten galt es bei der Planung zu beachten.
Ausdrücklich gewünscht waren auch Vorschläge zur natürlichen Belichtung und Belüftung in möglichst vielen Nutzungsbereichen. Ferner sollte die räumliche Gestaltung in den Stations- und Funktionsbereichen eine flexible Nutzung ermöglichen. Über allem stand das übergeordnete Ziel, das Klinikum „fit“ für die Zukunft zu machen und seine Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
„Die besondere Aufgabe bestand darin, auf genau vorgegebenem Raum innerhalb des Klini-kumskampus relativ viel neue Nutzfläche unterzubringen und das in einer Weise, die mit der durchaus heterogenen bestehenden Gebäudestruktur harmoniert. Die neuen Gebäude müssen sich gleichermaßen mit dem denkmalgeschützten Ensemble vertragen wie zum Beispiel mit der Inneren Medizin aus den 70-er Jahren und der Kinder- und Frauenklinik aus den 90-er Jahren“ kommentierte Bürgermeister Klaus Stapf die Entscheidung. „Zudem erfüllt der Siegerentwurf unsere Erwartungen bezüglich der klinischen Funktionalität voll umfänglich“, so der Geschäftsführer Prof. Martin Hansis.
Verantwortlich für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des Architektenwettbewerbes ist THOST Projektmanagement, Pforzheim in enger Absprache mit der Geschäftsführung und dem Geschäftsbereich 6 für Planung, Bau und Technik des Städtischen Klinikums Karlsruhe.
Als nächste Schritte stehen das Verhandlungsverfahren mit den Architekten zur Beauftragung eines Büros sowie weitere europaweite Verfahren zur Fachauswahl der Fachplaner an. Ferner sind anhand der Entwürfe weiterführende Planungsgespräche mit den vom Neubau betroffenen Fachabteilungen geplant. Zur Förderung des Neubauprojekts sind auf Basis der Ergebnisse des Planungswettbewerbes auch weitere Abstimmungen zwischen dem Sozialministerium und dem Klinikum Karlsruhe vorgesehen.
Siegermodell in Bildern

- Skizze Klinikum 2015 Aussenansicht

- Skizze Klinikum 2015 aus der Vogelperspektive

- Siegermodell Klinikum 2015
Klinikum 2015 wird der Öffentlichkeit vorgestellt
27.7.2011: Das Projekt wird bei einer Pressekonferenz vorgestellt.
Detailinformationen rund um das Projekt "Klinikum 2015" sind abrufbar über den nachfolgenden Link.
Pressemappe (Pressekonferenz 27.07.2011)




