Aktuelle Baumaßnahmen
Neubau der Kinder- und Jugendpsychiatrie
November 2010: Spatenstich
Am 16. November nahmen Dr. Monika Stolz (MdL), Ministerin für Arbeit und Sozialordnung Familien und Senioren, Oberbürgermeister Heinz Fenrich sowie Bürgermeister Klaus Stapf gemeinsam mit den Geschäftsführern des Städtischen Klinikums Karlsruhe Prof. Dr. Martin Hansis und Ulrich Meier sowie dem Verkaufsleiter der ALHO Systembau GmbH Peter Orthen den Spatenstich auf dem Gelände der Kaiserallee 10 im Bereich der Südlichen Hildapromenade vor. Hier soll bis August 2011 die neue Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie sowie die Marie-Luise-Kaschnitz-Schule, eine Schule für kranke Kinder und Jugendliche, errichtet werden.
November 2010
Dezember 2010
Januar 2011
Januar bis März 2011
Im Zeitraum von Januar bis März produziert die ALHO Systembau GmbH rund 60 Module. Diese werden mit einem Fertigungsgrad von annähernd 90 Prozent ausgeliefert. Für Mitte März ist der Aufbau der Module vor Ort geplant.
23. März bis 8. April 2011
Dank modularem Baukastensystem wird der Neubau in der Kaiserallee ab KW12 sichtlich Formen annehmen.
In den zurückliegenden Monaten seit dem Spatenstich im November vergangenen Jahres erfolgten die Baufeldfreimachung, der Aushub der Baugrube, Gründungs- und Betonierarbeiten sowie die Verlegung der Grundleitungsanschlüsse für Wasser, Abwasser, Fernwärme und Strom. Mit Abschluss dieser Maßnahmen sind in einem nächsten Schritt zwischen dem 21. März und dem 8. April Anlieferung und Aufbau der Module geplant.
In den frühen Morgenstunden des 23. März trafen die ersten Schwertransporte an der Baustelle ein. Jeweils 6 bis 8 LKW werden in zwei Konvois die Module anliefern. Aufgrund der Überbreite der Fahrzeuge ist der Transport nur nachts möglich. Unmittelbar nach Anlieferung erfolgt jeweils der Aufbau der Module. Dieser Vorgang wiederholt sich in der Zeit zwischen dem 23. März und dem 8. April mit kurzen Unterbrechungen nahezu täglich. Insgesamt ist die Lieferung von 63 Modulen mit einem Gewicht bis zu 30 Tonnen geplant. Für das Abladen und Platzieren der Module wurde ein 300 Tonnen schwerer Mobilkran an der Baustelle platziert.
Durch die Anlieferung und den Aufbau der Module wird es zu Verkehrsbehinderungen im Baustellenbereich kommen. Geplant sind eine komplette Sperrung der südlichen Hildapromenade zwischen der angrenzenden Virchowstraße und der Kochstraße und ein absolutes Parkverbot auf der südlichen Hildapromenade ab der Virchowstraße bis zur angrenzenden Helmholtzstraße. Die Anlieferung erfolgt in enger Abstimmung mit der Polizei und dem Straßenverkehrsamt.
Das Verbauen der Module soll bis zum 8. April abgeschlossen sein. Danach erfolgen in den darauffolgenden Wochen und Monaten die Dachabdichtung, Fassadenarbeiten und der Innenausbau. Die Fertigstellung der neuen Kinder- und Jugendpsychiatrie ist für August dieses Jahres vorgesehen. Ermöglicht wird die rasche Fertigstellung des Gebäudes durch die bereits vorhandene wohnfertige Ausstattung der Module, die größtenteils sogar schon die Oberflächenbeläge wie beispielsweise Fliesen enthalten.
3. Mai 2011 Richtfest
Mit zahlreichen geladenen Gästen, Anwohnern, Mitarbeitern des Klinikums und der Baufirma ALHO Systembau GmbH feierte das Städtische Klinikum Karlsruhe am 3. Mai Richtfest.
Seit dem Spatenstich am 16. November letzten Jahres sind gerade einmal fünfeinhalb Monate bis zum Richtfest vergangen. In den vergangenen Monaten erfolgten die Baufeldfreimachung, die Aushebung der Baugrube, die Gründungs- und Betonierarbeiten sowie jüngst die Anlieferung und Verbauung von 63 vorgefertigten tonnenschweren Modulen. Gegenwärtig wird auf Hochtouren der Innenausbau mit Anbindung der Haustechnik an die Strom- und Wasserversorgung vorgenommen. Parallel laufen Fassadenarbeiten sowie die Vorarbeiten des Flachdachaufbaus inklusive der Begrünung des Außenbereichs. Nach dem jetzigen Baufortschritt ist der Bezug der neuen Klinik für August 2011 vorgesehen.
Die Baukosten belaufen sich auf rund 10 Millionen Euro, wobei Bund und Land 7,2 Millionen aus dem Investitionsprogramm bereitstellen und das Klinikum 2,8 Millionen aufbringt. Mit der Fertigstellung werden 32 Plätze zur vollstationären Versorgung und 12 Plätze zur tagesklinischen Versorgung von psychisch kranken Kindern und Jugendlichen zur Verfügung stehen. Im vollstationären Bereich bedeutet dies eine Aufstockung um 14 Plätze.
Bei seinem Grußwort hob Bürgermeister Klaus Stapf hervor, dass mit dem Neubau auch ein Stück Zukunft entstehe, da die Stadt Karlsruhe sowie das Klinikum aktiv auf den steigenden Bedarf an personellen und strukturellen Behandlungskapazitäten für psychisch kranke Kinder und Jugendliche reagieren. Unabhängig von wirtschaftlichen Überlegungen, sei es laut Stapf ein grundlegender gesellschaftlicher Beitrag, erkrankte Kinder und Jugendliche mit einem entsprechenden Versorgungsangebot bei der Weichenstellung für ihr späteres Leben zu unterstützen.
Der Geschäftsführer des Klinikums Ulrich Meier zeigte sich sehr zufrieden mit der Einhaltung des Zeitplans. Er bedankte sich bei allen Beteiligten für die geleistete Arbeit in den zurückliegenden Wochen und hob hervor, dass die Behandlung von psychisch kranken Kindern und Jugendlichen immer wichtiger werde und unter räumlich und organisatorisch optimalen Bedingungen stattfinden solle. „Dem kommen wir mit dem Neubau ein gutes Stück näher.“
Dr. Martina Pitzer, die Klinikdirektorin der Kinder- und Jugendpsychiatrie, unterstrich in ihrem Grußwort die psychologische Wirkung von Räumen auf Menschen. So sei der Raum gerade bei Kindern und Jugendlichen ein Therapiemittel, da man mit einer entsprechenden räumlichen Gestaltung trotz Klinikalltag ein familiäres Umfeld, geregelte Tagesabläufe wie auch notwendige Freiräume schaffen könne. „Mit den neuen hellen Räumlichkeiten werden optimale Voraussetzungen zur Behandlung der Kinder geschaffen,“ so Pitzer.
Im Anschluss weihte Zimmermann Udo Fischer mit dem traditionellen Richtspruch das neue Gebäude ein. Danach nutzten die Anwesenden vielfach die Möglichkeit zu einer Baustellenführung, um sich mit eigenen Augen einen Überblick zum aktuellen Stand zu verschaffen. Zum Ausklang fanden sich alle bei einem gemütlichen Imbiss am Würstchenstand auf dem Baustellengelände ein.
27. Oktober 2011 Einweihung
Nach einer Bauphase von knapp 11 Monaten wurde am 27. Oktober der Neubau der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie sowie der Schule für kranke Kinder in Anwesenheit der Ministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Katrin Altpeter (MdL) und Bürgermeister Klaus Stapf feierlich eingeweiht.
In ihrem Grußwort betonte die Ministerin, welch wichtiger Baustein der Neubau der Kinder- und Jugendpsychiatrie des Städtischen Klinikums Karlsruhe in den Planungen der Landesregierung sei, das derzeitige Versorgungsangebot in der Kinder- und Jugendpsychiatrie bedarfsgerecht und patientennäher auszuweiten. Altpeter würdigte: „Hier ist ein therapeutisch modernes Ge-samtkonzept entstanden, das die Versorgungssituation für die betroffenen Kinder und Jugend-lichen deutlich verbessert.“ Ein zentrales Anliegen der Landesregierung sei es, sich um die Kinder und Jugendlichen in Baden-Württemberg ganz besonders zu kümmern. Dazu gehöre unter anderem eine gute Versorgung der Kinder und Jugendlichen, die psychische Probleme haben. „Unser Ziel ist es, ansprechende Bedingungen für eine moderne Behandlung und Betreuung der Patienten zu schaffen“, so die Ministerin.
Der Bedarf an Hilfen für psychisch kranke Kinder und Jugendliche steigt stetig. ADHS, Angst-störungen, Störungen des Sozialverhaltens, depressive Erkrankungen und Essstörungen werden in aktuellen Studien als „neue Morbidität“ bezeichnet. „Mit Blick auf den regionalen Versorgungsbedarf benötigen wir entsprechende Strukturen und Ressourcen“, unterstrich Bürgermeister Klaus Stapf bei seinen einführenden Worten. „Mit dem Neubau möchten wir einen aktiven Beitrag dazu leisten, die Versorgung erkrankter Kinder und Jugendlicher in und um Karls-ruhe weiter zu verbessern.“
„Bis zum Umzug Mitte Oktober waren der vollstationäre Bereich, die Tagesklinik sowie die Schule für kranke Kinder in verschiedenen Gebäudekomplexen auf dem Areal der Moltkestraße untergebracht“, zeigte Klinikdirektorin Dr. Martina Pitzer nach der Schlüsselübergabe die bishe-rige Situation auf. „Mit Bezug des Neubaus stehen nun 32 vollstationäre Betten sowie 12 tagesstationäre Plätze zur Betreuung von psychisch kranken Kindern und Jugendlichen zur Verfügung und ab November soll das medizinische Angebot um den Schwerpunkt der Psychosomatik ergänzt werden“, so die Direktorin weiter. Allein durch die Zusammenführung der einzelnen Bereiche unter einem Dach in neuen, ansprechenden Räumlichkeiten ergäben sich aus ihrer Sicht große Vorteile für das medizinisch-therapeutische Gesamtkonzept der Klinik. „Uns ist es wichtig, durch eine noch bessere räumliche Verzahnung der stationären und ambulanten Versorgung die interne Betriebsorganisation so zu verändern, dass die kontinuierliche Versorgung der jungen Patientinnen und Patienten noch stärker störungsspezifisch – beispielsweise mit bereichsübergreifenden Gruppentherapien - erfolgen kann, was gerade in der Kinder- und Jugendpsychiatrie für den Therapieerfolg von entscheidender Bedeutung ist“, führt Pitzer weiter aus.
Die Baukosten belaufen sich auf rund 10 Millionen Euro, wobei Bund und Land 7,2 Millionen aus dem Konjunkturprogramm II bereitstellen und das Klinikum 2,8 Millionen aufbringt.
Nach den offiziellen Ansprachen überreichten das Autohaus Geisser, die Heinrich Hock GmbH und das Center Management des ECE Karlsruhe ihre Spenden zur Unterstützung von gemein-nützigen Projekten im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Voll Freude nahmen die Geschäftsführer Prof. Martin Hansis und Ulrich Meier sowie Martina Pitzer die stolze Spende des Autohauses Geisser über 50.000 Euro sowie die Spenden der Heinrich Hock GmbH über 4.000 Euro und des ECE Karlsruhe über 2.500 Euro entgegen. Die Spenden sollen nach Angaben von Hansis primär für die Verschönerung der Außenanlagen sowie den Erwerb von Spiel- und Sportgeräten eingesetzt werden.














