Kryptorchismus – Hodenhochstand

Normalerweise wandern die Hoden bereits im Mutterleib aus der Bauchhöhle hinab in den Hodensack. In einzelnen Fällen sind die Hoden zum Zeitpunkt der Geburt jedoch nicht dort angelangt. Manche Lageabweichungen korrigieren sich in den ersten Lebensmonaten von selbst. Ist einer oder beide Hoden bis zum Ende des 5. Lebensmonats noch nicht ständig in der richtigen Position, rät man zu einer entsprechenden medikamentösen und ggf. operativen Behandlung, denn für die Funktion des Hodens ist es nötig, dass die Temperatur etwa um 2°C niedriger ist als die Körpertemperatur. Hoden, die nicht in den Hodensack hinabsinken, haben später ein erhöhtes Risiko einer eingeschränkten Samenproduktion und können ein Grund für Unfruchtbarkeit sein. Oft ist der Hodenhochstand mit einem Leisten- oder Wasserbruch verbunden. Zusätzlich stellt ein Hodenhochstand ein bis zu 22-fach höheres Risiko dar, im Erwachsenenalter an Hodenkrebs zu erkranken.
Nach einer gründlichen Untersuchung der Hodenlage mittels Tastuntersuchung und Ultraschall besprechen wir mit Ihnen den Befund Ihres Jungen.

Therapie

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