Häufige Fragen und Antworten

Kann ich mein Kind auf natürliche Art entbinden?

Kinder mit einer LKGS-Spalte können natürlich zur Welt kommen. Besondere Maßnahmen sind nur bei bekannten Begleitfehlbildungen notwendig.

Muss mein Kind nach der Geburt auf die Intensivstation verlegt werden?

Wenn keine Gefährdung des Kindes vorliegt, kann das Kind bei der Mutter auf der Entbindungsstation bleiben.
Bei Schwierigkeiten mit der Ernährung oder sonstigen Einschränkungen werden die Kinder auf der Station S35 oder eventuell auf der Intensivstation betreut.

Bekommt mein Kind gleich nach der Geburt eine Magensonde?

Das Neugeborene kann in der Mehrzahl der Fälle gestillt oder über Flasche ernährt werden und braucht keine Magensonde.

Was mache ich, wenn ich nicht stillen kann?

Wenn das Stillen an der Brust der Mutter nicht möglich ist, kann das Kind mit abgepumpter Muttermilch oder Ersatzmilch über Flasche ernährt werden.

Wie häufig werden in Karlsruhe Menschen mit LKGSS operiert?

Im Jahr kommen zwischen 40 und 60 Neuerkrankungen in unsere Klinik. Pro Woche erfolgen ca. 4-6 LKGS-Spalten-Operationen.

Wer führt die Operationen durch?

In unserer Klinik operiert Chefarzt Prof.Dr. Dr. (H) Dunsche.

Dürfen die Eltern bei der Narkoseeinleitung mit ihrem Kind in den OP?

Ja, ein Elternteil begleitet das Kind in den OP und kann bleiben, bis das Kind eingeschlafen ist.

Wie lange muss mein Kind nach der OP im Krankenhaus bleiben?

Die Kinder werden an einem Montag operiert und gehen bei unkompliziertem Verlauf am Freitag darauf nach Hause. Bei Lippenoperationen werden die Fäden am nachfolgenden Montag ambulant in einer kurzen Vollnarkose entfernt.

Kann ich bei meinem Kind bleiben, während es im Krankenhaus ist?

Selbstverständlich besteht nach der Operation für die Zeit, die das Kind in der Klinik verbringen muss,die rooming-in-Möglichkeit für einen Elternteil.
Der andere Elternteil und Geschwisterkinder können bei einer weiten Anreise vom Heimatort im Elternhaus unterkommen. Dieses befindet sich direkt neben der Klinik und wird freundlicherweise kostenlos vom Selbsthilfeverein für krebskranke Kinder e.V. zur Verfügung gestellt. Spenden ermöglichen die Weiterführung dieser Hilfen.

Wie ist die Unterbringung in der Kinderklinik?

Die Kinder sind in der Regel in Zweibettzimmern untergebracht.
Die Räume sind aber groß genug, dass für ein Elternteil eine Liege aufgestellt werden kann.
Das Zentrum für Kinder und Frauen wurde im August 2003 eröffnet und die Räumlichkeiten sind modern, kind- und elterngerecht ausgestattet.

Gibt es auf der Station Möglichkeiten zum Abpumpen?

Die Station verfügt über ein Stillzimmer mit Milchpumpen und Zubehör sowie einen Kühlschrank für die abgepumpte Muttermilch.

Was soll ich für den Klinikaufenthalt mitbringen?

Lieblingsspielzeug, Sauger, mit denen das Kind trinken kann, evtl. Tragetuch. Vorhanden sind Kleidung für das Kind, Windeln, Folgemilch, Kinderwagen, …

Wie wird mein Kind nach der OP ernährt?

Bei kleineren Eingriffen an Lippe oder hartem Gaumen wird auf eine Ernährungssonde verzichtet.
Bei größeren Eingriffen wird dagegen vorsorglich im OP eine Sonde vorsorglich im OP gelegt, um eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sicherzustellen, falls das Kind Trinken und Essen verweigern sollte.
Unabhängig davon bedeutet die Ernährung über die Sonde für manche Kinder eine große Erleichterung, falls die orale Nahrungszufuhr zu unangenehm ist.
Sobald das Kind ausreichend Nahrung zu sich nimmt, kann die Sonde entfernt werden.

Wie lange darf ich meinem Kind vor der OP nichts zu essen geben?

Mutter- bzw. Folgemilch kann bis ca. 4 Stunden vor der OP, Wasser bzw. ungesüßter Tee bis ca. 2 Stunden vorher verabreicht werden. Dank einer verlässlichen Zeitplanung für die Operationen kann den Eltern der OP-Zeitpunkt
am Abend vor der Operation von der Station mitgeteilt werden.

Hat mein Kind nach der Operation Schmerzen? Was bekommt es dagegen?

Die Kinder erhalten nach der Operation kontinuierlich ein Schmerzmittel in Form von Infusionen über die sog. Schmerzpumpe.
Diese hat den Vorteil, dass die Eltern oder Pflegekräfte bei Bedarf selbst entscheiden können, wann zusätzliches Schmerzmittel verabreicht werden soll.
Der Anästhesist stellt die Pumpe zuvor so ein, dass eine Überdosierung nicht möglich ist.
Erfahrungsgemäß kommen die Kinder dank der Schmerzpumpe mit deutlich weniger Schmerzmitteln aus, als bei herkömmlicher Verabreichung.
Zusätzlich vermittelt sie den Eltern das Gefühl, nicht völlig hilflos am Bett des Kindes zu stehen, sondern selbst etwas tun zu können.