Shuntzentrum
Zur optimalen Versorgung der Gefäßzugänge von Dialysepatienten wurden die Kompetenzen unserer Gefäßchirurgischen Abteilung (Leiter Prof. Dr. M. Storck), des Instituts für bildgebende Diagnostik (Leiter Prof. Dr. P. Reimer) und der Medizinischen Klinik I (Leiter Prof. Dr. M. Hausberg) in Form eines Shunt- zentrums gebündelt. Sowohl bei Neuanlage eines Shunts als auch bei Problemen mit einem existierenden Shunt (wie z.B. ein Verschluß oder eine Engstelle) erfolgt eine optimale interdisziplinäre Versorgung des Patienten.
Primär kann ein vorhandener Shunt in unserer internistisch-nephrologischen Abteilung duplexsonographisch beurteilt werden. Sollte eine Neuanlage erfolgen, wird ebenfalls mittels Ultraschall ein sogenanntes Shuntmapping durchgeführt, um die Gefäßsituation des Patienten präoperativ optimal zu evaluieren. In gemeinsamer interdisziplinärer Absprache zwischen den Abteilungen wird dann individuell entschieden, welches Verfahren für den Patienten das beste ist. Möglichst zeitnah erfolgt schließlich der notwendige Eingriff.
Sollte sich bei Notfallsituationen herausstellen, dass vor Revision eines nicht funktionsfähigen Shunts z. B. aufgrund einer Hyperkaliämie eine sofortige Dialyse notwendig ist, kann der Patient jederzeit mit einem Dialysekatheter versorgt und dialysiert werden. Falls notwendig, kann auch ein getunnelter (d.h. längerstreckig unter der Haut verlaufender) Dialyseverweilkatheter gelegt werden. Vor allem wenn abzusehen ist, dass der Shunt für längere Zeit nicht punktabel sein wird, ist dies sinnvoll.
Zur Einweisung eines Dialysepatienten kann mit der Dialyse unter 0721 974-2853 oder -2867 Kontakt hergestellt werden.
Bei Akutfällen außerhalb der Geschäftszeiten besteht rund um die Uhr die Möglichkeit, über die Intensivstation B13 (Telefon 0721 974-2813) den diensthabenden nephrologischen Oberarzt oder den zuständigen Dialyseassistenzarzt zu erreichen.



