Implantologicum Karlsruhe

Liebe Interessentin, lieber Interessent,

Prof. Dr. Anton Dunsche

die zahnärztliche Implantologie beschäftigt sich mit dem Zahnersatz. Dieser wird durch künstliche Pfeiler (Implantate) gestützt, die im Kieferknochen (enossal) verankert sind und mit Pfosten (Abutments) durch die Schleimhaut in die Mundhöhle ragen. Die Behandlungsmethode ist eine anerkannte Therapie und hat sich als integraler Bestandteil der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt.

Im Jahr 2009 werden in Deutschland circa 1.000.000 Implantate inseriert. Stand vor 20 Jahren noch das Einheilen des Implantates, die sog. Osseointegration, im Vordergrund, so wird mittlerweile gefordert, dass Implantate jahrzehntelang halten und der implantatgetragene Zahnersatz ästhetischen Anforderungen genügt. Das harmonische, lückenlose Lächeln vermittelt eine positive Ausstrahlung und wird mit privatem und beruflichem Erfolg verbunden. Die Möglichkeit „auch morgen noch kraftvoll zubeißen zu können“ kennzeichnet Vitalität bis ins hohe Alter. Die Möglichkeit, bei zahnlosem Kiefer mit starkem Knochenabbau die Kaufähigkeit wieder herzustellen, belegt die herausragende Stellung der Implantologie in der Medizin und Zahnheilkunde. Eine deutliche Aussprache, ein unbeschwertes Lächeln und ein genussvolles Essen sind ein wichtiges Stück Lebensqualität.

Das Implantologicum stellt sich vor

In der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie am Städtischen Klinikum Karlsruhe werden jährlich 1.000 bis 1.500 dentale Implantate gesetzt. Seit den Anfängen der Implantologie werden Trends und wissenschaftliche Entwicklungen in der Klinik verfolgt, Forschung zum Einheilungsverhalten von Implantaten und zur Möglichkeit ihrer Verbesserung betrieben, sowie neue Methoden zum Knochenersatz entwickelt.

Jährlich werden etwa 100 Zahnärzte der Region, aber auch Kollegen aus dem In- und Ausland in der Klinik implantologisch fort- und weitergebildet.Prof. Dr. Dr. (H) Anton Dunsche, Direktor der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie wurde von der Deutschen Gesellschaft für Implantologie (DGI) berufen und berechtigt, für die DGI Hospitationen und Supervisionen durchzuführen. Ihm wurde der TätigkeitsschwerpunktImplantologie von der Konsensuskonferenz Implantologie der Deutschen Gesellschaft für zahnärztliche Implantologie im Zahn-, Mund- und Kieferbereich, dem Berufsverband Deutscher Oralchirurgen, der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, sowie dem Bundesverband der niedergelassenen implantologisch tätigen Zahnärzte in Deutschland verliehen. Das Implantologicum Karlsruhe verfolgt das Ziel, die zahnärztliche Implantologie wissenschaftlich zu fördern, die implantatprothetische Versorgung der Patienten zu optimieren und den implantatgetragenen Zahnersatz bei optimaler Qualität erschwinglich zu halten.

Daneben möchte das Implantologicum junge Implantologen an die verantwortungsvolle Versorgung von Patienten mit implantatgetragenem Zahnersatz heranführen und niedergelassene Zahnärzte in die Versorgung einbinden.

Definition Implantat

Das Zahnimplantat ist eine meist schraubenförmige, künstliche Zahnwurzel, üblicherweise aus reinem Titan. Es wird in den Kiefer gepflanzt (enossales Implantat) und soll knöchern einheilen (Osseointegration), um Zahnersatz in Form von Kronen, Brücken oder herausnehmbaren Prothesen zu tragen. Titanimplantate verursachen keine allergischen Reaktionen. Fernwirkungen kommen so gut wie nie vor, da das körpereigene Gewebe Titan gut annimmt (hohe Biokompatibilität). Normalerweise werden Implantate nicht als Fremdkörper, sondern wie natürliche Zähne oder gar nicht wahrgenommen.

Vorteile von Implantaten

Zahnimplantate sind dem alternativ in Frage kommenden Zahnersatz in funktioneller und ästhetischer Hinsicht meist deutlich überlegen. Sie ersetzen fehlende Zähne, ohne gesunde Zahnsubstanz zu opfern. Über Implantate kann die Kaukraft in den Kiefer geleitet werden, was zu geringerem Knochenverlust
(Knochenatrophie) führt. Nur so ist ein Erhalt der natürlichen oder durch Transplantation gewonnenen Kieferhöhe möglich. Implantate haben eine bessere Gewebeverträglichkeit als die meisten, sonst zum Zahnersatz verwandten Stoffe, die der Schleimhaut aufliegen. Mit Implantaten kann eine verkürzte Zahnreihe verlängert und herausnehmbarer Zahnersatz vermieden werden. Der Kaukomfort mit implantatgetragenem Zahnersatz ist der rein schleimhautgetragenen Prothetik deutlich überlegen. Implantatgetragener Zahnersatz verbessert die Lebensqualität der Patienten in vielerlei Hinsicht.