Chirurgie der Stirnhöhle

Die Stirnhöhle ist durch ihre spezielle anatomische Lage operativ besonders schwierig anzugehen.

Das operative Spektrum reicht hier von der Freimachung des Drainageweges durch die Siebbeinzellen (sogenannte Typ-I-Drainage nach Draf) bis zur maximalen Wegnahme des Stirnhöhlenbodens durch die Nase (Typ-III-Drainage). Besonders wichtig ist die endoskopische Wegnahme und Eröffnung von Siebbeinzellen welche die Stirnhöhlendrainage einengen. Dies verlangt den Einsatz spezieller Winkeloptiken und spezieller Stirnhöhleninstrumente. Wichtig ist es hierbei die normale Schleimhaut möglichst weitgehend zu erhalten, damit keine möglichst keine narbige Schrumpfung im Wundheilungsverlauf eintritt.

In einzelnen Fällen ist die Ausschaltung der Stirnhöhle (Obliteration) durch Ausbohren der Schleimhaut, Verschluss des Drainageweges zur Nase und Auffüllen mit eigenem Fettgewebe zur definitiven Sanierung notwendig. Ein derartiger Eingriff wird sehr häufig bei chronischen, seltener bei akuten Entzündungen vorgenommen, des Weiteren bei speziellen Tumoren (zum Beispiel Osteom, Papillom), nach Unfällen, bei sogenannten Mukozelen (Schleimverhalt), bei akuten Erblindungen und Hirnhautentzündungen.