Schilddrüse

Allgemeines

Die Schilddrüse liegt in der Halsmitte oberhalb des Brustbeines und besteht aus zwei Lappenhälften. Sie gibt Hormone ins Blut ab und greift regulierend in wichtige Stoffwechsel- und Kreislauffunktionen ein. Die Drüse selbst wird durch die Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) gesteuert. An verschiedenen Stellen dieses Regelkreises kann es zu Störungen kommen, die entweder medikamentös oder operativ zu behandeln sind.

Welche Diagnostik ist notwendig?

Neben der Anamnese und klinischen Untersuchung des Halses sind die Ultraschalluntersuchung und Bestimmung des Hormonspiegels im Blut die ersten diagnostischen Schritte. Anschließend kann eine Szintigraphie (Überprüfung des Schilddrüsenstoffwechsels), eine Computertomographie (Röntgenschichtuntersuchung) oder Feinnadelpunktion (Zelluntersuchung) sinnvoll sein. Ist eine Operation geplant, wird in der Phoniatrischen Abteilung die Stimmbandfunktion mittels Videostroboskopie überprüft.

Wann ist eine Operation sinnvoll?

Eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse kann zunächst mit Medikamenten behandelt werden. Die häufigsten Gründe für eine Operation sind die Schilddrüsenvergrößerung (Struma) und kalte oder kühle Knoten. Im Unterschied zu warmen oder heissen Knoten produzieren sie kein Schilddrüsenhormon und können deswegen theoretisch auch bösartig sein.

Was ist das Besondere an der Operation?

Je nach dem Ausmaß der krankhaften Veränderung wird die Schilddrüse teilweise oder ganz entfernt. Die chirurgische Herausforderung liegt im Verlauf des Stimmbandnervs unmittelbar am Hinterrand der Schilddrüse. Um den Nerv sicher zu schonen sind an unserer Klinik mikroskopische Techniken und ein modernes Nervenmonitoring etabliert. Der Nerv wird so während der gesamten Operation kontrolliert. Spezielle Techniken der Hautnaht aus dem Bereich der ästhetischen Gesichtschirurgie sorgen für kaum sichtbare Halsnarben.