Schädelbasischirurgie

Allgemeines

Die Schädelbasis bildet den Übergang zwischen Gehirnschädel und Hals bzw. Gesichtsschädel. Eingriffe an der Schädelbasis sind durch die Nähe lebensbedrohlicher Gefäße und Nervenstrukturen sowie die schwierige Zugänglichkeit des Operationsgebietes besonders schwierig und verlangt große Erfahrung. Wir bieten die modernen Therapiemethoden mit bestmöglicher Ausrüstung an.

In einer multidisziplinären Kooperation erfolgt bei Schädelbasisprozessen eine individuelle Kooperation mit den Kliniken und Instituten:

  • Neurochirurgische Klinik
  • klinik für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie
  • Augenklinik
  • Radiologie
  • Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie
  • Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Kinder-Onkologie

Dies betrifft Verletzungen der Schädelbasis, Tumoren der Nasennebenhöhlen und vorderen Schädelbasis (z.B. Ästhesioneuroblastom, Plattenepithelkarzinom, Adenokarzinom, Melanom), Vestibularisschwannome des Kleinhirnbrückenwinkels (Akustikusneurinome), möglichst mit Gehör- und Gesichtsnerv-Erhalt, entzündliche Prozesse der vorderen und der seitlichen Schädelbasis, Tumoren des Foramen jugulare (Glomustumore) sowie Prozesse der Felsenbeinspitze.

Behandlungsspektrum

Es werden im Städtischen Klinikum alle gängigen operativen Zugänge, bisweilen auch kombiniert und interdisziplinär, durchgeführt. Dabei kommt zur Erhöhung der Sicherheit z.T. Computer gestützte Navigation sowie Neuromonitoring zum Einsatz.

Um möglichst blutarm operieren zu können, werden blutreiche Tumore (Angiofibrom, Glomustumor) präoperativ durch das radiologische Institut embolisiert. Weiterhin kann der Cell-Saver eingesetzt werden, durch welchen intraoperativ gesammeltes patienteneigenes Blut aufgearbeitet und dem Patienten während der Operation wieder zurücktransfundiert wird.