Kompetenzzentrum für Schlafmedizin (KSM)

Kompetenzzentrum für Schlafmedizin (KSM)

Schnarchen, Schlafstörungen und sogenannte schlafbezogene Atmungsstörungen gehören mit zu den häufigsten Erkrankungen mit stetig steigender Tendenz.
 
Entgegen dieser Entwicklung ist das Angebot der medizinischen Versorgung der betroffenen Menschen unzureichend und dies trotz alarmierender Gesundheitsrisiken. 

Wissenschaftliche Studien konnten zeigen, dass neben Partnerschaftsproblemen, Konzentrationsstörungen und Leistungsknick am Arbeitsplatz bei Schlafstörungen lebensbedrohliche Krankheiten drohen. 

Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall stehen an erster Stelle. Wenig bekannt ist die Tatsache, dass auch viele schwerwiegende Verkehrsunfälle auf Schlafstörungen zurückzuführen sind. Das Risiko ist bei Patienten bis um das achtfache erhöht. 

Das Kompetenzzentrum für Schlafmedizin (KSM) im Städtischen Klinikum Karlsruhe ist ein Zusammenschluss von Kliniken mit dem Ziel der ganzheitlichen Betreuung von Schlafstörungen nach modernen Qualitätsstandards.

Leistungsspektrum

Unser Leistungsspektrum beinhaltet die ambulante und stationäre Therapie von:

  • Ein- und Durchschlafstörungen (Insomnie)
  • Erhöhter Einschlafneigung und Tagesmüdigkeit (Hypersomnie, Narkolepsie)
  • Schnarchen und anderen schlafbezogenen Atmungsstörungen (obstruktives Schlafapnoesyndrom, obstruktives Schnarchen, Cheyne-Stokes-Atmung)
  • Durchschlafstörungen mit teilweisem Erwachen oder Störungen beim Wechsel der Schlafstadien bei sogenannten Parasomnien (Schlafwandeln, Albtäume, Pavor nocturnus, REM-Schlaf-Verhaltensstörung)
  • Periodischen Beinbewegungen im Schlaf (PLMS), bzw. ruhelosen Beinen, dem sogenannten Restless-Legs-Syndrom (RLS), Schlafstörungen bei Zeitzonenwechsel (Jetlag-Syndrom) oder Schichtarbeit
  • Schlafstörungen bei körperlichen oder psychiatrischen Erkrankungen wie Psychose, Depression, Parkinson, Demenz, chronische Lungenerkrankung (COPD, Asthma bronchiale)

Die besondere Stärke des Kompetenzzentrums für Schlafmedizin (KSM) liegt in der engen Zusammenarbeit unterschiedlichster Fachdisziplinen. Nur so kann der Vielfalt der Ursachen und Gesundheitsrisiken von Schlafstörungen Rechnung getragen und adäquate Therapien eingeleitet werden. 

Je nach Art und Schweregrad der Erkrankung stehen konservative und operative Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Sie reichen von der Beratung über die sogenannte Schlafhygiene, medikamentöse Therapien, die Anpassung von Schlafmasken bis hin zur operativen "Schnarchplastik" und Adipositaschirurgie. 

Wir stellen uns dem Anspruch, Sie gemeinsam mit Ihren Haus- und Fachärzten rund um die Uhr nach aktuellsten Therapiestandards zu betreuen. 

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Partner des Kompetenzzentrum für Schlafmedizin (KMS) sind:

  • Medizinische Klinik I, Schwerpunkt Allgemeine Innere Medizin, Nephrologie, Rheumatologie und Pneumologie
  • Medizinische Klinik IV, Schwerpunkt Kardiologie, Angiologie und Internistische Intensivmedizin
  • Neurologische Klinik
  • Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
  • Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
  • Hals-Nasen-Ohrenklinik
  • Klinik für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin
  • Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie
  • Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin

Ansprechpartner

Prof. Dr. Werner Heppt, Direktor der Hals-Nasen-Ohrenklinik gründete 1996 das Schlaflabor und 2008 das Kompetenzzentrum für Schlafmedizin (KSM) im Städtischen Klinikum Karlsruhe. 

Dr. Matthias Berger besitzt die Zusatzqualifikation Schlafmedizin mit der vollen Weiterbildungsermächtigung und leitet seit 2002 als Oberarzt das durch die Deutsche Gesellschaft für Schlafmedizin (DGSM) akkreditierte Kompetenzzentrum für Schlafmedizin (KSM) im Städtischen Klinikum Karlsruhe.

Sprechstunde nach Vereinbarung 

Montag
08:30 bis 13:00 Uhr (interdisziplinäre schlafmedizinische Sprechstunde)
14:30 bis 18:00 Uhr ("Maskentherapie"-Sprechstunde)

Telefon: 0721 974-2520
Telefax: 0721 974-2519
Email: ksm@klinikum-karlsruhe.de

Für Versicherte einer gesetzlichen Krankenkasse ist die Behandlung nur auf Überweisung durch Schlafmediziner und Ärzte mit einer Ermächtigung zur Durchführung der Polygraphie ("Apnoe" – Screening) möglich.

Zur Hals-Nasen-Ohrenklinik