Indikationen zur Strahlentherapie bei Prostatakarzinom

(interdisziplinärer S3 Leitlinie 7/2009)

Indikation zur primären Strahlentherapie

1. Lokal begrenztes Prostatakarzinom

Die perkutane Strahlentherapie ist eine primäre Therapieoption beim lokal begrenzten Prostatakarzinom (Statement 5.18 S3-LL2009)

  • Nach Aufklärung der Alternativen wie radikale Prostatektomie (RPX) oder active surveillance.
  • Wenn eine RPX vom Patienten nicht gewünscht wird oder aus  medizinischen Gründen nicht sinnvoll erscheint.

Bei Patienten mit lokal begrenzten Tumor, kleiner Prostata  und niedrigem Risikoprofil  stellt die interstitielle LDR-Monotherapie mit Jod-Seeds eine Alternative dar.

2. Lokal fortgeschrittenes Prostatakarzinom

  • Die perkutane Strahlentherapie in Kombination mit einer Hormontherapie ist eine primäre Therapieoption für Patienten mit lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom (Statement 5.38 S3-Leitlinie)
  • Aufklärung über Vor- und Nachteile der Strahlentherapie im Vergleich zur RPX mit Lymphadenektomie

Patienten mit einem T3 Prostatakarzinom, die eine RPX wünschen, müssen über das,  gegenüber dem lokal begrenzten Prostatakarzinom erhöhte Risiko für positive Resektionsränder und für ein Krankheitsrezidiv sowie die daraus häufig resultierenden zusäztlich notwendigen Maßnahmen (z.B. Hormontherapie, Strahlentherapie) aufgeklärt werden (statement 5.49 S3-LL 2009).