Minimal-invasive Kinderchirurgie
(„Schlüsselloch“-Chirurgie)
Die minimal-invasive, sogenannte „Schlüsselloch“-Chirurgie stellt heute eine Standardtechnik in der Kinderchirurgie dar. Sie erfolgt mit kleinen Instrumenten (3-5 mm Durchmesser) und mit der gleichen Sicherheit wie bei offenen Operationen. Vorteile sind für die so operierten Neugeborenen, Kinder und Jugendlichen die meist kürzeren Krankenhausliegezeiten und die kaum sichtbaren Narben.
Im Bereich der Bauchchirurgie erfolgen die Blinddarmentfernung, die Beseitigung eines Magenrückflusses in die Speiseröhre (Reflux), die Suche nach nicht tastbaren Hoden und deren Behandlung, die Behandlung von erweiterten Venen („Krampfadern“) im Bereich der Hodengefäße (Varikozele), die Diagnose und Behandlung von Zysten oder Tumoren der Eierstöcke, die Beseitigung von Darmeinstülpungen (Invagination) und viele andere Erkrankungen über die Bauchspiegelung. Die Methode kann bei unklaren chronischen Bauchschmerzen auch als reine Untersuchung angewandt werden.
Im Brustkorb können geplatzte Lungenbläschen (Spontan-Pneumothorax) abgetragen, abgekapselte Eiter- und Sekretansammlungen bei schweren Lungenentzündungen (Empyem) gespült und entlastet oder (selten) Metastasen bei bestimmten Tumorerkrankungen entfernt werden.
Bei vielen weiteren Operationen im Bauch- und Brustbereich kann man heute die minimal-invasive Vorgehensweise als Alternative diskutieren. Die Diskussion erfolgt im Einzelfall individuell mit den Eltern und Patienten.






