Radioembolisation

Darstellung einer Radioembolisation auch innere Bestrahlung“ oder selektive interne Radiotherapie genannt. (Deutschsprachige Version)

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Radioembolisation

Representation of a Radioembolisation also called internal radiation or selective internal radiotherapy.  

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TheraSphere®

Tumorbehandlung + Radioembolisation mit TheraSphere®
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Allgemeines zur Embolisationstherapie

Was ist eine Embolisationstherapie?

Als Embolisation bezeichnet man den gezielten Verschluß von Blutgefäßen durch Einbringen von aushärtenden Flüssigkeiten, kleinen Metallspiralen oder Kunststoff-Partikeln (Sammelbegriff: Embolisat).
Der Zweck einer Embolisation ist es in den meisten Fällen, einen Tumor von der Blutversorgung auszuschließen, ihn sozusagen "auszutrocknen", was zumindest sein weiteres Wachstum behindert, seine Schrumpfung oder den Untergang bewirkt. Dies kann vor einer geplanten Operation angebracht sein, um die Operation zu erleichtern oder den Blutverlust während der Operation zu verringern; eine Embolisation kommt in bestimmten Fällen aber auch als einzige Therapiemaßnahme zur Anwendung. So kann es auch Zweck einer Embolisation sein starke Blutungen zu stillen, wie z.B. starkes, gefährliches Nasenbluten, nach einem Unfall, nach einer Geburt (Gebärmutterblutungen) oder nach einer Operation. Als interventionell-radiologisches Verfahren wird die Embolisation perkutan (durch die Haut) durchgeführt, entweder unter Benutzung eines Katheters (Katheterembolisation) oder durch direkte Punktion.

Katheterembolisation: Unter örtlicher Betäubung wird ein nahe gelegenes Blutgefäß, meist die Leistenarterie, mit einer Hohlnadel (Kanüle) punktiert. Dort wird dann unter Röntgenkontrolle ein Katheter eingeführt und vorgeschoben in die Arterie, die verschlossen werden soll. Durch den Katheter werden kleine Partikel oder flüssige Substanzen eingebracht, die den Blutfluß blockieren.

Direkte Punktion: Der Tumor oder das zu blockierende Blutgefäß wird mit einer Kanüle direkt durch die Haut punktiert, und das Embolisat wird direkt eingebracht.

Zu den Erkrankungen, die unserem Institut mit einer Embolisation behandelt werden, zählen unter anderem folgende Erkrankungen:

  • Gebärmutter-Myome
  • Lebertumoren oder -metastasen
  • Wirbelkörpertumoren oder -metastasen
  • Nierentumore
  • Gefäßmißbildungen (Angiodysplasien) wie z.B. Hämangiome
  • Unfall-bedingte Blutungen
  • Tumor-bedingte Blutungen

Spezielles zur Embolisationstherapie