Geschichte des Instituts

1895

Wilhelm Conrad Röntgen entdeckte in seinem Labor eine besondere Art von Strahlen, die später ihm zu Ehren Röntgenstrahlen benannt wurden.

1907

Röntgenuntersuchung 1907

Eröffnung des Städtischen Krankenhauses Karlsruhe in der Moltkestraße und Installation eines Röntgenapparates für diagnostische und therapeutische Zwecke in einem chirurgischen Raum.

1913

Im Jahr 1913 wurde vom Internisten Prof. Dr. Starck ein weiteres Röntgengerät für die Abteilung für Innere Medizin beantragt. Beschaffungswert 6700 RM.

1914

Installation des Röntgenapparates " Unipuls" von Reiniger-Gebbert und Schallin in die medizinische Abteilung. Mit der Bedienung des Gerätes war einer Krankenschwester betraut, die einen unentgeltlichen Lehrgang in der Firma Reiniger-Gebbert besucht hat. Der Chefarzt der medizinischen Abteilung trug Sorge, dass ein Assistent in Röntgenologie ausgebildet wurde und dieser die Leitung im Röntgenraum übernahm.

1919

Beantragung eines besonderen Röntgenapparates für die Tiefentherapie. Kosten: 39000 RM.

Da die Einsatzmöglichkeiten der Röntgenstrahlen in der Medizin sehr umfangreich waren und das Wissen um die Röntgendiagnostik und Therapie lawinenartig zunahm, grenzte sich die Röntgenologie als eigenständiges Fachgebiet ab. Das hat auch dazu geführt, dass bereits 1919 die Stadt Karlsruhe einen Röntgenfacharzt berief.

1919-1945

Stadt-Obermedizinalrat Dr. Kurt Weiß

Leitung der Röntgenabteilung an der Medizinischen Klinik Karlsruhe durch Stadt-Obermedizinalrat Dr. Kurt Weiß. Aus dieser Röntgenabteilung entwickelte Weiß ein Strahleninstitut von anerkanntem Ruf. Dr. Weiß war Mitbegründer der "Badischen Röntgengesellschaft Karlsruhe" und Geschäftsführer des Badischen Landesverbandes zur Bekämpfung des Krebses.

( siehe Arbeiten von K. Weiß im Sonderband XVIII der Strahlentherapie 1932 und auf dem Gebiet der Röntgendiagnostik über die " Ileitis terminalis" 1937 – Röntgenkongress in Breslau.)

Raum und Platzmangel zwangen bald zur räumlichen Erweiterung.

1937

In Jahr 1937 erfolgte im Beisein prominenter Radiologen ( Grashey, Holfelder und Frik) die Übergabe und Einweihung eines eigenständigen Röntgeninstitutes. Für die Röntgenologie wurden zehn Arbeitsräume zur Verfügung gestellt. Sechs diagnostische und vier therapeutische Räume. Bis zum Ende des Krieges konsolidierte sich die Abteilung.

1946-1955

Prof. Dr. Herbert Schön

Gründung der staatlich anerkannten Lehranstalt für medizinisch-technische Assistenten 1946 durch Prof. Dr. Schoen. Leitung der Röntgenabteilung durch Prof. Dr. Herbert Schön. Prof. Dr. Schön fügte der Abteilung eine Bettenstation für Patienten der Strahlentherapie hinzu. Personeller und apparativer Ausbau der Abteilung. Prof. Dr. Schön war Honorarprofessor an der Technischen Hochschule Karlsruhe.

1956-1976

Prof. Dr. Richard Haubrich

Leitung der Röntgenabteilung durch Prof. Dr. Richard Haubrich. Ausbau des Röntgeninstitutes und der Strahlenklinik entsprechend der Entwicklung der Fachgebiete. Personelle Aufstockung auf nunmehr drei Oberärzte, 13 Assistenzärzte und 25 Röntgenassistentinnen. Einführung neuer Methoden, die sich in der Röntgenologie entwickelt hatte: Bildverstärkerdurchleuchungstechnik, Angiographien aller Gefäßgebiete, die Diagnostik und Therapie mit radioaktiven Substanzen und der Ausbau der Strahlentherapie mit harten Gammastrahlen. Prof. Dr. Haubrich hatte mehrere radiologische Lehrbücher und Handbuchbeiträge sowie über 100 wissenschaftliche Originalarbeiten aus den Bereichen der röntgenonkologischen Lungen- und Herzdiagnostik, der Angiographie, der Nuklearmedizin und der Strahlentherapie veröffentlicht. Weiterhin veröffentlichte er das Buch "Klinische Röntgendiagnostik innerer Krankheiten". Band 1963/66.

Teilung der Röntgenologie in drei Fachbereiche: Diagnostische Radiologie, Strahlentherapie und Nuklearmedizin

1977-1999

Prof. Dr. H.-J. Fernholz

Leitung der diagnostischen Radiologie durch Prof. Dr. H.-J. Fernholz. Ausbau der Methoden mit Einführung des Computertomographen, der digitale Radiographie, der interventionellen Radiologie (Gefäßdilatationen) und der Magnetresonanztomographie. Einführung eines radiologischen Informationssystems. Die zu untersuchenden Patientenzahlen stiegen von 35.000 im Jahr 1965 auf 76.000 im Jahr 1985 an. Dieser Zuwachs konnte im alten Institut nicht mehr bewältigt werden und so fanden Mitte der 80er Jahre Planungsgespräche bezüglich eines Neubaus für ein Zentralinstitut für Bildgebende Diagnostik statt. Vom Tag der Planungsgespräche bis zur Errichtung des Neubaus vergingen 12 Jahre und 1997 wurde das neue Zentralinstitut für Bildgebende Diagnostik an Prof. Dr. Fernholz übergeben.

1999-heute

Prof. Dr. med. Peter Reimer

Leitung des Zentralinstituts für Bildgebende Diagnostik durch Prof. Dr. Peter Reimer. Seit Ende 1999 ist Prof. Dr. Peter Reimer Direktor des radiologischen Institutes. Unter seiner Leitung wurde das Institut von der konventionellen Radiologie hin zur Schnittbildtechnik mit Schwerpunkten im Bereich Magnetresonanztomographie und Computertomographie neu ausgerichtet. Die Arbeitsbereiche Angiographie, Interventionen und Mammographie wurden ausgebaut. Seit 2003 ist das gesamte Institut nach dem Qualitätsmangementprinzip DIN ISO 9001:2000 organisiert und zertifiziert. Die Mitarbeiter des Institutes engagieren sich über die medizinische Versorgung hinaus im Bereich der Forschung und Lehre.