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Computertomograph 2 Computertomograph 2
Computertomographie

Kurze Einführung in das CT
CT in der Diagnostik
Schadet mir die Ionisierende Strahlung oder das Kontrastmittel?
Wann darf ein CT nicht gemacht werden
Was kann mein Arzt oder ich als Patient für die Untersuchung tun?

Allgemeine Informationen über Vorsorgeuntersuchungen"

Vorsorgeuntersuchungen allgemein

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Was ist die Computertomographie?

Die Computertomographie ist eine radiologische Untersuchungstechnik. Der Name entsteht aus den griechischen Wortstämmen tomos (Scheibe) und graph (Aufzeichnen). Mit einem modernen Computertomographen können innerhalb weniger Sekunden alle Abschnitte des menschlichen Körpers dargestellt werden. Die erzeugten Bilder sind dabei Querschnittsbilder der untersuchten Region. Die untersuchte Region wird hierzu virtuell in Scheiben "aufgeschnitten"

Computertomographieaufnahme Schädel
Bilder eines modernen Computertomographen




Wer hat die Computertomographie erfunden?

Die Methode der Computertomographie wurde 1972 durch den amerikanischen Physiker Allan M. Cormack und dem britischen Ingenieur Godfrey N. Hounsfield entwickelt.Beide Forscher erhielten 1979 für ihre Leistung den Nobelpreis für Medizin.


Allan M. Cormack & Godfrey N. Hounsfield
Allan M. Comback 1924 - 1998 und Godfrey N. Hounsfield 1919 - 2004




Wie funktioniert ein Computertomograph ?

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Die Abbildung zeigt die Computertomographieaufnahme eines Schädels.


In modernen Computertomographen dreht sich kontinuierlich eine Röntgenröhre um den Aufnahmetisch mit dem Patienten herum. Der Röntgenröhre gegenüberliegend, auf der anderen Seite des Patienten, befindet sich das Aufnahmesystem (Detektor). Das technische Innenleben ist für den Patienten nicht sichtbar.

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Während eines vollständigen Umlaufs der Röntgenröhre um den Körper werden fächerförmig Röntgenstrahlen durch den Körper geschickt und es wird die Abschwächung dieser Röntgenfächerstrahlen hinter dem Patienten im Detektor aufgezeichnet. Aus dieser sehr großen Anzahl von Meßwerten (Schwächungswerten) berechnet ein Computer ein Bild, das die Dichteverteilung im untersuchten Körper widerspiegelt. Während der Messung wird der Patient durch den Untersuchungsbereich gefahren, dadurch sind schnelle Untersuchungen, z.B. von Gefäßen möglich.
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Wie auf einem Röntgenbild werden dichte Strukturen wie z.B. Knochen oder Verkalkungen hell abgebildet, während wenig dichte Strukturen wie Fettgewebe oder Luft sehr dunkel dargestellt werden. Weichteilgewebe und Flüssigkeiten besitzen eine mittlere Dichte und werden somit in mittleren Grauwerten abgebildet.




Wie erfolgt die Bildbeurteilung ?

Die Untersuchung wird unmittelbar nach der Erstellung vom Röntgenarzt (Radiologe) am Monitor ausgewertet, sie kann dabei in unterschiedlichen Darstellungsformen betrachtet werden, welche durch die sogenannte Fensterlage und Fensterbreite bestimmt wird. Die Fensterlage bestimmt den Dichtewert für die mittlere Graustufe, die Fensterweite bestimmt den Dichtebereich, der in unterschiedlichen Graustufen abgebildet wird.

Auf diese Weise können Gewebe unterschiedlicher Dichte für das menschliche Auge beurteilbar dargestellt werden und eventuell vorhandene krankhafte Veränderungen entdeckt und beurteilt werden. Bei Verlaufsuntersuchungen, z.B. im Rahmen einer bösartigen Erkrankung kann die Größenentwicklung einer Veränderung im zeitlichen Verlauf kann durch den direkten Vergleich mit computertomographischen Voraufnahmen zuverlässig analysiert werden.

Moderne Computertomographen bieten die Möglichkeit, auf Grund der geringen Schichtdicke aus den ursprünglichen „Scheiben“ 3 dimensionale Bilder oder Bilder in anderen Raumachsen zu berechnen.




Wie läuft die Untersuchung ab?

Übersichtsbild 1
Übersichtsbild 2
Übersichtsbild 3
Übersichtsbild 4 a)

Die vier CT-Aufnahmen zeigen 2 Übersichtsbilder (a und b) zur Planung der CT- Untersuchung und je 1 CT Bild der Lunge und des Bauchraumes (c und d)


Anhand der Fragestellung wird bei der Anmeldung des Patienten ein individuelles Untersuchungsprotokoll vom zuständigen Radiologen festgelegt.

Für viele computertomographische Untersuchungen ist es sinnvoll Kontrastmittel zu verwenden. Zur besseren Beurteilung und Abgrenzbarkeit von umgebenden Strukturen wird häufig der Darm durch langsames Trinken einer röntgendichten Flüssigkeit (im Zeitraum von 1 bis 2 Stunden) kontrastiert. In Abhängigkeit von der Fragestellung stehen auch unterschiedliche Kontrastmittel für die Kontrastierung des Dickdarms zur Verfügung, das über einen weichen Latexschlauch über den Enddarm verabreicht wird.

Für die meisten Untersuchungen wird zusätzlich eine intravenöse Kontrastmittelgabe durchgeführt. Der Patient wird zur Vorbereitung der Untersuchung anhand eines Aufklärungsbogens über die intravenöse Kontrastmittelinjektion aufgeklärt. Vor der Untersuchung wird eine Plastikkanüle in eine Vene eingeführt, so dass während der Untersuchung das Kontrastmittel injiziert werden kann.

Auf dem Untersuchungstisch wird der Patient auf einer weichen Polstermatte gelagert. Zur Untersuchung des Brustraumes und des Bauchraumes werden die Arme über den Kopf angehoben. Der Patient wird dann mit dem Tisch in den Computertomographen hineingefahren.

Die heute gebräuchlichen modernen Untersuchungsgeräte haben eine sehr weite Öffnung, so daß keinerlei Grund für Platzangst besteht.

Zunächst wird ein Übersichtsbild angefertigt. Dies entspricht einer Röntgenaufnahme von vorne oder von der Seite mit einer geringen Strahlenbelastung. Anhand dieser Aufnahme kann die Röntgenassistentin (Röntgenassistent) die Untersuchung exakt planen und den zu untersuchenden Bereich einzeichnen. Nach einer kurzen Pause (Programmierung des Gerätes) erfolgt dann die eigentliche Untersuchung. Bei Untersuchungen im Brust- und Bauchbereich muss die Luft angehalten werden. Die Untersuchung ist in der Regel nach ein bis zwei Minuten beendet und der Patient kann den Untersuchungstisch wieder verlassen. Die Bilder werden nach der Untersuchung in unserem Bildarchivierungssystem gespeichert und können jederzeit zur Verfügung gestellt werden.


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Diagnostischer Einsatz

Diagnostischer Einsatz

Die Computertomographie ist heute eine der wichtigsten bildgebenden Verfahren zur Darstellung von Krankheitsprozessen. Sie ist die wichtigste Methode zur schnellen Darstellung von Hirnblutungen. Auch in allen übrigen Körperabschnitten können Blutungen und akute Organverletzungen zuverlässig erkannt werden.

Beispiele:

diagnostik teil1 Aneurysma (Aussackung) einer Gehirnarterie, die eine Hirnblutung ausgelöst hat.

Rekonstruierter Datensatz aus einem Polytrauma-CT eines verunfallten Patienten mit üversichtlicher Darstellung des gesamten Skelettsystems.

diagnostik teil2 Dreidimensionale Darstellung der Unterschenkelfrakturen zur Planung der Op


diagnostik teil3 Unterschenkelfraktur (Bruch)


diagnostik teil4 Oberarmfraktur (Bruch)


In der Onkologie und zur Operationsplanung ermöglicht es die Computertomographie Tumore wie z.b Nierentumore, in verschiedenen Ansichten darzustellen. Dies ermöglicht eine bessere Operationsplanung und große Gefße oder gesunde Gewebe möglichst nicht zu schädigen. Gleichzeitig werden Metastasen (Tochtergeschwulste) nachgewiesen oder ausgeschlossen.

diagnostik teil5 Darstellung eines Nierentumors (Pfeil) in den initialen, axialen Bildern, wobei es sich am ehesten um ein Nierenzellcarcinom handelt.


diagnostik teil6Durch die digitale Rekonstruktion mit einem seitlichen Längsschnitt aus der gleichen Untersuchung kann man die Ausdehnung des Tumors im Bauchraum besser erfassen (Pfeil).


diagnostik teil7 In einer rekonstruierten Frontalansicht beider Nieren, wird das Ausmaß der Veränderung im Vergleich zur gesunden Niere deutlich (Pfeil).


diagnostik teil8Mit Hilfe eines dreidimensionalen Nachbearbeitungsprogrammes lassen sich farbliche Gewebs- und Durchblutungsunterschiede der einzelnen Organe darstellen.

Mit der CT-angiographischen Untersuchung können aussagekräftige drei-dimensionale Bilder erstellt werden.

diagnostik teil9 Darstellung eines Verschlusses der linken Beckenschlagader (Pfeil)

Zum Nachweis oder zum Ausschluß eines Tumors ist die Computertomographie in hervorragender Weise geeignet. Es können hierbei Tumore im Bereich des Kopfes, der Wirbelsäule, des Brustraumes und des Bauchraumes sowie im Bereich der Extremitäten dargestellt werden. Eine häufige Fragestellung ist die Darstellung oder der Ausschluß von vergrößerten Lymphknoten.

Auch Entzündungen, wie Eiteransammlungen (Abszeß) oder Entzündungen z.B. im Bereich der Lunge können frühzeitig und zuverlässig mit der Computertomographie nachgewiesen werden. Die Computertomographie hat hier besonders in der Intensivmedizin und bei ernsthaft erkrankten Patienten eine sehr wichtige Rolle eingenommen.

Die Computertomographie bietet heute gute Möglichkeiten, das Herz zu untersuchen. Ohne Kontrastmittelgabe können Verkalkungen der Herzkranzgefäße dargestellt werden und das Ausmaß der Verkalkungen berechnet werden. Zur Darstellung der Koronararterien ist eine Kontrastmittelinjektion erforderlich. Dadurch können arteriosklerotische Veränderungen erfasst werden.
diagnostik teil10+11
diagnostik teil12

Mit der Computertomographie kann der Dickdarm virtuell koloskopisch zum Ausschluss eines Darmtumors oder Polypen untersucht werden.

diagnostik teil13
Bei Knochenbrüchen, die anhand herkömmlicher Röntgenbilder nur schlecht erkennbar sind, oder bei komplizierten, operationspflichtigen Trümmerbrüchen bietet die CT durch die überlagerungsfreie Darstellung und durch die Möglichkeit der Bildrekonstruktion in verschiedenen Ebenen Zusatzinformation von großem Wert. Auch die Dichte des Knochens kann sehr genau durch die Computertomographie bestimmt werden. Hierzu werden einige CT-Schichten durch Wirbelkörper angefertigt und der Mineralsalzgehalt durch ein Auswerteprogramm berechnet.

diagnostik teil14
diagnostik teil15
diagnostik teil16
diagnostik teil17

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Interventioneller Einsatz in der Computertomographie

1.Probeentnahme aus verdächtigem Gewebe

z. B. durch eine Leberpunktion

Bei einem auffälligen Befund in der Sonographie, Computer- oder Kernspintomographie kann im CT eine Probe aus dem verdächtigen Areal entnommen werden, wie in diesem Beispiel aus einem Leberherd.

Dazu wird der Patient bequem auf dem Untersuchungstisch gelagert und eine kurze Aufnahme durchgeführt, um den Zugangsweg zu planen.

Anschließend wird der Zugangsweg mit Lokalanästhesie betäubt und unter sterilen Bedingungen eine Probe entnommen.

Die Probe wird in Formalin eingebettet und in die Pathologische Abteilung geschickt. Das entnommene Gewebe wird vom Pathologen unter dem Mikroskop untersucht. Auch chemische Analysen gehören zu den Untersuchungsmethoden.

Die Erkenntnisse einer Biopsie lassen Aussagen über krankhafte Veränderungen des feingeweblichen Aufbaus (Pathohistologie) des untersuchten Gewebes zu. Insbesondere die Fragestellung, ob es sich bei Tumoren um bösartige oder gutartige handelt, kann in der Regel nur durch eine Biopsie geklärt werden. Ein Resultat liegt in der Regel innerhalb von 2 Tagen vor. Eine weiterführende Abklärung, z.B. mit immunhistochemischen Methoden, beträgt ca. eine Woche.

Die Durchführung der Biopsie nimmt in etwa ca. 30 Minuten in Anspruch und kann je nach Punktionsgebiet ambulant durchgeführt werden.

In unserem Institut können kassenärztlich versicherte Patienten auf Überweisung ambulant biopsiert werden.

Leberherd 1
Leberherd 2
Darstellung eines Leberherdes, Kontrolle der Nadellage




2.Therapie von Entzündungsherden, Abszessen

Die Abszessdrainage dient zur Entlastung von Eiteransammlung im Körper.
Eine seit langem geltende Regel zur Entlastung von Abszessen lautet "Ubi pus, ibi evacua" ("Wo sich Eiter findet, dort lasse ihn ab").

In der Regel werden Abszesse chirurgisch eröffnet, ggf. mit einer Lasche versorgt, gespült und dann wird eine Sekundärheilung abgewartet.

Bei bestimmten Krankheitsbildern, z. B. Darmentzündungen oder postoperativen Entzündungen, ist es jedoch teilweise angeraten durch das Anlegen einer Drainage den Abszeß interventionell - radiologisch zu entlasten.


Über diese Drainage kann durch mehrtägige Spülung mit physiologischer Kochsalzlösung und gleichzeitiger systemischer Gabe von Antibiotika teilweise ein Abheilen des Abszesses erreicht werden, ohne dass der Abszess chirurgisch eröffnet werden muss. Insbesondere bei postoperativen Flüssigkeitsansammlungen im Bauchraum hat sich diese Methode bewährt, da sie dem Patienten oft eine erneute OP erspart.


Computertomographieaufnahme Schädel

Computertomographieaufnahme Schädel
1. Bild: Abszess im linken Oberbauch nach OP 2. Bild: Weitgehend entlasteter Abszeß mit einliegender Drainage




3. Radiofrequenzablation von Tumoren

Wie funktioniert die Radiofrequenz-Ablation eines Tumors?

Der Radiologe führt eine spezielle Sonde direkt in das Organ ein, z. B. in die Leber, und platziert sie im Tumor. Nach Kontrolle der Nadellage werden schirmartige Häkchen ausgefahren, die idealerweise den Tumor ganz umschließen.

Die Verödung des Tumors erfolgt bei der RITA (Radiofrequenz Induzierte Tumor Ablation) auf elektrischem Wege durch die Entstehung von Hitze zwischen diesen Häkchen, an der Spitze der Sonde.

Der Tumor wird bei etwa 95 – 100 Grad rund 10 Minuten lang "verkocht". Der gesamte Eingriff wird mittels Computertomographie überwacht.

Was sind die Vorteile des Eingriffs mit der Radiofrequenzablation ?

1. Keine wesentliche körperliche Belastung, die Untersuchung wird mittels lokaler Anästhesie durchgeführt, d. h. nur die Einstichstelle ist während des Eingriffs betäubt. Der Patient wird nur kurzzeitig durch schnell wirkende intravenöse Schmerzmedikamente (vergleichbar denen einer Magen-, oder Darmspiegelung) betäubt bzw. abgedämpft.

2. Kurzer stationärer Aufenthalt, ca. 3 Tage.

3. Die Intervention ist risikoarm.


Welches sind die Risiken der Behandlung?

Damit das Risiko einer Entzündung des umgebenden Gewebes möglichst niedrig gehalten werden kann, wird vor dem Eingriff intravenös ein Antibiotikum verabreicht. Selten kann es zu Gewebsblutungen oder Entzündungen an der Einstichstelle kommen.
Ein Kontroll-CT einen Tag nach dem Eingriff zeigt, ob der Tumor vollständig abladiert werden konnte, oder ob der Eingriff wiederholt werden muss. Nachfolgend werden, für einen gewissen Zeitraum, regelmäßige Kontrollen durchgeführt.

Computertomographieaufnahme Schädel
Computertomographieaufnahme Schädel
Computertomographieaufnahme Schädel




4. Vertebroplastie

Die Vertebroplastie ist ein „minimalinvasives“ radiologisches Verfahren zur Behandlung von Frakturen der Wirbelkörper.

Desweiteren kann sie bei Multiplen Myelomen und Plasmozytomherden in der Wirbelsäule angewandt werden.

Behandlungsmöglichkeiten

Sie kann bei andauernden, von einem gebrochenen Wirbel ausgehenden und unter konservativer sowie medikamentöser Therapie nicht ausreichend behandelbaren Schmerzen angewandt werden.

Anfänglich wurde die Vertebroplastie nur für die Stabilisierung von osteoporotischer oder traumatischen Wirbelfrakturen durchgeführt, sie bietet jedoch auch Behandlungsmöglichkeiten für die Stabilisierung und Schmerzlinderung bei Knochenmetasten.

Vorgehen

Der Patient wird in Bauchlage auf dem CT-Tisch gelagert. Zur Vermeidung von Infektionen wird intravenös vor der Intervention ein Antibiotikum verabreicht. Die Untersuchung findet in wachem, jedoch durch Schmerzmedikation und Schlafmittel sediertem Zustand statt. Unter Lokalanästhesie wird mittels CT- und Röntgenkontrolle eine coaxiale Hohlnadel durch die Bogenwurzel des betroffenen Wirbels eingebracht. Anschließend wird, ebenfalls unter Röntgenkontrolle, Knochenzement in den Wirbelkörper eingespritzt, der unter Hitzeentwicklung in kurzer Zeit aushärtet.

Komplikationen

In wenigen Fällen kommt es während der Injektion zu einem Austritt von Knochenzement aus dem behandelten Wirbelkörper in die Venen des paravertebralen Bereichs, in die benachbarten Bandscheibenfächer oder in den Spinalkanal. Letzteres kann bei Eingriffen an der Hals- oder Brustwirbelsäule zu einem Querschnittsyndrom durch Kompression des Rückenmarks führen.
Solche sogenannten Leckagen werden durch die permanente Durchleuchtungskontrolle sofort bemerkt, so dass sie in der Regel gering ausfallen.

Resultate

Ein großer Teil der behandelten Patienten ist nach kurzer Zeit beschwerdefrei oder zumindest besser medikamentös zu behandeln.

Die guten Erfolgsraten der Vertebroplastie kontrastieren mit der vergleichsweise niedrigen Rate an ernsten Komplikationen.



Weitere Verfahren

Kyphoplastie

Die Kyphoplastie ist eine Variante der Vertbroplastie. Hier wird vor dem Einbringen von Knochenzement ein Ballon im Wirbelkörper aufgepumpt und versucht, die Deformierung und ventrale Höhenminderung der Wirbelfraktur zu beheben. Diese Untersuchung wird in Vollnarkose durchgeführt und in unserer unfallchirurgischen Abteilung angeboten.


Weitere Bilder

Frankturierter Wirbelkörper im Querschnitt
Coaxialnadel Schädel
Knochenzement
Frankturierter Wirbelkörper im Querschnitt b) Eingebrachte Coaxialnadel c)
Regelhaft verteilter Knochenzement


Plasmozytomherd
Plasmozytomherd eines Wirbelkörpers im Querschnitt


Nadel
Eingebrachte Koaxial - Nadel


verteilter Knochenzement
regelrecht verteilter Knochenzement




Schadet mir die ionisierende Strahlung der Computertomographie ?

Die Computertomographie ist ein Röntgenverfahren, d.h. obwohl die Bilder mit Hilfe eines Computers errechnet werden, müssen die Daten für diese Aufnahmen zunächst mit Hilfe ionisierenden Röntgenstrahlen erzeugt werden. Die Computertomographie bietet im Gegensatz zur herkömmlichen Röntgenaufnahme in praktisch allen Bereichen ihrer Anwendung eine erheblich höhere Aussagekraft. Dieser erheblich höhere diagnostische Zugewinn muß mit einer höheren Strahlenexposition erkauft werden.

Das speziell ausgebildete ärztliche und technische Personal ist gemäß der Röntgenverordnung dazu verpflichtet, die Strahlenbelastung des untersuchten Patienten bei maximaler Bildqualität möglichst gering zu halten :

Computertomographieaufnahme SchädelAnpassung der Dosis an den Körperquerschnitt

Dies geschieht durch eine sorgfältige Indikationsstellung, Planung und Vorbereitung der Untersuchung, durch moderne Gerätetechnik, durch die Anwendung von Bleischutz (wenn untersuchungstechnisch möglich) und durch spezielle Nachverarbeitungsverfahren zur optimalen Auswertung der gewonnenen Bilddaten. Unsere CT-Geräte sind mit einem automatischen Dosisreduktionsprogramm ausgestattet, dass je nach Körpergröße und -volumen oder dem Untersuchungsgebiet die Dosis anpasst (siehe oben).


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Schadet mir das Kontrastmittel ?

Die Verabreichung von Kontrastmittel sorgt für eine erheblich verbesserte Beurteilbarkeit der meisten Untersuchung (Insbesondere bei Fragestellungen bezüglich Hals, Brust- und Bauchraum sowie Becken). So werden durch das Kontrastmittel Blutgefäße (Arterien und Venen) kontrastiert, so daß diese zuverlässig erkannt und abgegrenzt werden können. Tumore und Entzündungen weisen eine vermehrte Kontrastmittelanreicherung auf, so daß diese Veränderung ebenfalls durch die Kontrastmittelverabreichung in die Vene zuverlässiger erkannt werden können und exakter gegenüber nicht betroffenen Strukturen abgegrenzt werden können.

Der Magen-Darm-Trakt wird durch Trinken und / oder durch die Gabe von Kontrastmittel vom Enddarm her angefärbt. Besonders zur Kontrastierung des Dünndarms ist eine längere Zeit und eine große Menge an Kontrastmittel erforderlich, damit alle Darmabschnitte zuverlässig erkennbar sind und gut gegen z.B. krankhafte Veränderungen abgegrenzt werden können.

Während der Eingabe des Kontrastmittels in die Vene spürt der Patient ein intensives Wärmegefühl, das in allen Bereichen seines Körpers bemerkbar sein kann. Dieses zum Teil etwas unangenehme Gefühl besteht aber nur für die kurze Zeitdauer der Injektion und vergeht nach einigen Sekunden von alleine. Ernste Nebenwirkungen im Rahmen einer solchen Kontrastmittelgabe sind extrem selten. Grundsätzlich können aber Nebenwirkungen auftreten, bis hin zu schweren Kontrastmittelreaktionen. Eine Unverträglichkeitsreaktion kann sich durch Übelkeit und Erbrechen bemerkbar machen. Allergische Reaktionen können zu Hautausschlag, Juckreiz, aber auch zu Atemnot und zu Kreislaufreaktionen führen. Diese schweren Kontrastmittelnebenwirkungen sind eine extreme Seltenheit, müssen dann aber gegebenenfalls mit Notfall-medizinischen Maßnahmen behandelt werden.

In dem verabreichten Röntgenkontrastmittel ist eine verhältnismäßig große Menge an Jod enthalten. Dies kann bei vorbestehender Schilddrüsenüberfunktion eine vermehrte Produktion von Schilddrüsenhormonen auslösen. Sollte eine solche Schilddrüsenüberfunktion bekannt sein, sagen Sie dies bitte vor der Untersuchung. Auch eine vorbestehende Neigung zu Allergien oder bereits durchgemachte allergische Zustände können das Risiko für eine Kontrastmittelnebenwirkung erhöhen. In diesen Fällen geben wir unseren Patienten als Vorsichtsmaßnahme ein anderes Kontrastmittel oder zusätzlich noch entsprechende Medikamente. Sollte eine Allergie bekannt sein, so sagen Sie dies bitte ebenfalls vor der Untersuchung. Auch eine vorbestehende Nierenerkrankung oder die Einnahme von Medikamenten zur Blutzuckersenkung sollten uns vor einer Kontrastmittelgabe mitgeteilt werden.

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Wann darf eine Computertomographie nicht durchgeführt werden ?

Absolute Kontraindikationen zur Computertomographie bestehen nicht. Schwangere sollten allerdings nur in Ausnahmefällen unter einer sehr strengen Indikationsstellung untersucht werden. Vorsichtsmaßnahmen können erforderlich sein bei vorbestehenden Allergien, Nierenerkrankungen und bei der Einnahme von einigen Medikamenten (z.B. Metformin).

Sollten eine Kontrastmittelallergie bekannt sein, teilen Sie dies bitte der MTR oder dem Radiologen vor der Untersuchung unbedingt mit.

Durch Applizieren von Medikamenten kann die Allergie für den Untersuchungszeitpunkt unterdrückt werden.




Was kann mein überweisender Arzt tun ?

Entscheidend für eine qualitativ möglichst hochwertige und auf das Problem des Patienten abgestimmte Untersuchung ist eine möglichst genaue Angabe der Fragestellung mit einer möglichst großen Anzahl an klinischen Informationen über den Patienten. Hierbei ist es häufig hilfreicher, dem Radiologen nicht nur eine Verdachtsdiagnose anzubieten, sondern ihm auch Untersuchungsbefunde und weitere Informationen wie z.B. wichtige Laborwerte mitzuteilen.

Bei einer intravenösen Kontrastmittelgabe ist ein aktueller Laborwert für Kreatinin (Nierenfunktion) und TSH (Schilddrüsenfunktion) erforderlich. Diese Laborwerte sollten Ihnen für die Untersuchung mitgegeben werden.

Bei einem minimal-invasiven Eingriff sind weiterhin die Gerinnungswerte für Quick, PTT und Trombozyten notwendig




Was kann ich als Patient tun ?

Bringen Sie neben den aktuellen Laborwerten für Schilddrüsen- und Nierenfunktion (s. o.) auch Ihre auswärtigen Röntgenaufnahmen oder CD´s zum Untersuchungstermin mit. Der Arzt (Ärztin) und die technische Assistentin (Assistent) können den alten CT-Aufnahmen technische Werte zur Planung und Durchführung des aktuellen Untersuchungsprotokolls entnehmen und hierdurch ein optimales Ergebnis mit geringstmöglicher Strahlenbelastung für Sie erzielen. Der befundende Arzt (Ärztin) kann auch kleinere neu aufgetretene Veränderungen erkennen und sofort weiter abklären.

Durch unvorhersehbare Notfälle kann es zu Wartzeiten kommen, bitte bringen Sie deshalb ausreichend Zeit mit.

Sollte für eine Untersuchung des Bauchraumes eine Kontrastierung des Magen-Darm-Traktes erforderlich sein, so müssen Sie im Wartebereich der CT-Abteilung über einen Zeitraum von 1 – 2 Stunden eine Flasche Mineralwasser, mit einer geringen Menge an Kontrastmittel vermischt (1,0 l) nach und nach trinken, bevor die Untersuchung durchgeführt werden kann.

Das Städtische Klinikum Karlsruhe ist ein Krankenhaus der maximalen und auch notfallmäßigen medizinischen Versorgung. Somit können unvorhersehbare notfallmäßige CT-Untersuchungen erforderlich werden, die eine geringe zeitliche Verzögerung Ihres Untersuchungstermins verursachen können.


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Letzte Aktualisierung:
21.01.2009 10:58