09. Dezember 2010

Eine Reise durch die Nacht …

Längst ist wissenschaftlich erwiesen, dass ein gesunder und erholsamer Schlaf eines der wichtigsten Grundbedürfnisse des Menschen ist. So regenerieren sich im Schlaf Gehirn und Orga-nismus, Tageseindrücke werden verarbeitet und Gelerntes abgespeichert. Wird die Nachtruhe dauerhaft gestört oder ist der Schlaf unruhig, kann das schwerwiegende Folgen haben. Wissenschaftliche Studien konnten belegen, dass neben Partnerschaftsproblemen, Konzentrationsstörungen und Leistungsknick am Arbeitsplatz bei Schlafstörungen lebensbedrohliche Krankheiten drohen. Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall stehen hierbei an erster Stelle. Wenig bekannt ist die Tatsache, dass auch viele schwerwiegende Verkehrsunfälle auf Schlafstörungen zurückzuführen sind. Das Risiko ist bei Betroffenen bis um das achtfache erhöht.

„Schnarchen, Schlafstörungen und sogenannte schlafbezogene Atmungsstörungen gehören mit zu den häufigsten Erkrankungen mit stetig steigender Tendenz“, erklärt Matthias Berger, der Leiter des Schlaf-Atem-Zentrums am Städtischen Klinikum Karlsruhe. „Entgegen dieser Entwicklung ist das Angebot der medizinischen Versorgung der betroffenen Menschen unzureichend und dies trotz alarmierender Gesundheitsrisiken“, führt Berger weiter aus. Vor diesem Hintergrund wurde das Schlaf-Atem-Zentrum gegründet. Es ist ein medizinisches Angebot mit dem Ziel der ganzheitlichen Betreuung von Schlafstörungen nach modernen Qualitätsstandards. Die besondere Stärke des Schlaf-Atem-Zentrums liegt in der engen Zusammenarbeit unterschiedlichster Fachdisziplinen. Nur so kann den vielfältigen Ursachen und Gesundheitsrisiken von Schlafstörungen Rechnung getragen werden. Je nach Art und Schweregrad der Erkrankung stehen konservative und operative Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Sie reichen von der Beratung über die sogenannte Schlafhygiene, medikamentöse Therapien, die Anpassung von Schlafmasken bis hin zur operativen "Schnarchplastik" und Adipositaschirurgie.